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Cinderella - Cinderella (Lily James) auf dem Weg zum Ball
Cinderella - Cinderella (Lily James) auf dem Weg zum Ball
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

TV-Tipp für Donnerstag (19.12.): Lily James verliert einen Schuh

Vox zeigt "Cinderella"

"Cinderella", Vox, 20:15 Uhr
Nach dem unerwarteten Tod ihres Vaters (Ben Chaplin) ist ein junges Mädchen (Lily James) von den Launen ihrer fiesen Stiefmutter (Cate Blanchett) und ihrer hinterhältigen Stiefschwestern (Holliday Grainger und Sophie McShera) abhängig. Aber die Begegnung mit einem schneidigen Fremden (Richard Madden) soll sich als schicksalhaft erweisen...

Ihre erste Realfilmversion einer ihrer Zeichentrickfilme sollte sich für Walt Disney Pictures als ein so großer Wurf erweisen, dass mit Dollarnoten in den Augen seitdem die Schleusen für alle möglichen weiteren Neuauflagen geöffnet wurden - und sei es nur, um handgemalten Zeichentrick durch Computeranimationen zu ersetzen wie beim diesjährigen Mega-Hit "The Lion King".

2010 war es "Alice in Wonderland", der mit seinem weltweiten Milliardenumsatz als zweiterfolgreichstes Werk des Jahres den Startschuss zu dieser erfolgreichen Firmenpolitik gab, welche die Kinolandschaft noch auf Jahre prägen wird. Die Manager im Haus mit der Maus gaben "Cinderella" in Auftrag, der zwar auf das französische Märchen "Cendrillon" von Charles Perrault aus dem Jahr 1697 zurück geht, sich aber noch viel mehr an der Disney-Zeichentrickversion "Cinderella" aus dem Jahr 1950 orientierte.

Für den US-Fantasy-Film sollten keine Kosten und Mühen gescheut werden. Ein Budget von 95 Millionen Dollar wurde aufgelegt und Drehorte in England gebucht: Neben den Pinewood Studios in der Grafschaft Buckinghamshire wurde in Blenheim Palace, Windsor Castle, Old Royal Naval College und im Black Park in Wexham gedreht.

Die Regie übernahm Mark Romanek ("Never Let Me Go"), von dem sich das Studio allerdings schon in der Vorproduktion wieder trennte, weil man künstlerisch nicht übereinstimmte. Der Filmemacher wollte dem Werk eine düstere Note verpassen, als es Disney recht war. Für Romanek übernahm der englische Regisseur Kenneth Branagh ("Murder on the Orient Express"). Dieser setzte einen erfrischend traditionellen Film in einer revisionistischen Ära in Szene und lud ihn mit ausreichend almodischen Zauber auf.

Als "Cinderella" 2015 in die Kinos kam, erhielt er sehr gute Kritiken und kam auch beim Publikum gut an. Zwar explodierte die Produktion nicht so an den Kinokassen wie "Alice in Wonderland", wurde aber mit weltweit 542 Millionen Dollar Umsatz ein großer Erfolg.

Kostümbildnerin Sandy Powell erhielt Nominierungen für den Academy Award und den Britischen Filmpreis.

Kritikerin Leslie Combemaile urteilte in "Cinema Siren": "Kenneth Branagh ist zuvorderst verantwortlich, aber die Künstler und Techniker, die er für seinen Film zusammen gestellt hat, gehören zu den besten in ihren Sparten zurzeit weltweit."



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