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Kanonenboot am Yangste-Kiang - Steve McQueen, Charles...rough
Kanonenboot am Yangste-Kiang - Steve McQueen, Charles Robinson und Richard Attenborough
© 20th Century Fox

TV-Tipp für Freitag (3.1.): Steve McQueen schippert in fremden Gewässern

3sat zeigt "Kanonenboot am Yangtse-Kiang"

"Kanonenboot am Yangtse-Kiang", 3sat, 22:25 Uhr
1926 geht ein Maschinist (Steve McQueen) an Bord eines Flusskanonenboots, das auf einer Rettungsmission im bürgerkriegszerrissenen China eingesetzt ist.

"Welche Sünden ich auch immer begangen haben mag, mit diesem Film sind sie beglichen", meinte Hauptdarsteller Steve McQueen über diesen US-Abenteuerfilm, dessen Dreharbeiten alle Beteiligten äußerst forderte. Die ursprünglich für zwei Monate angesetzten Dreharbeiten in Taiwan und Hongkong eskalierten auf sieben Monate, weil es häufig wie aus Eimern regnete und unter anderem ein Schiff mit Kameras und Tonausrüstung sank. Eine Erkrankung McQueens verzögerte die Dreharbeiten in Hollywood, wo die Innenaufnahmen gefilmt werden sollten, weiter.

Doch die Mühen war es wert - nicht nur für den großartigen Hauptdarsteller. Das Lieblingsprojekt von Regisseur Richard Wise ("The Sound of Music") wurde für 20th Century Fox 1966 ein Riesenerfolg bei Kritik und mit 30 Millionen Dollar Umsatz allein in den USA auch beim Publikum und erhielt acht Oscar-Nominierungen. Zwar unzweifelhaft mit drei Stunden Spieldauer zu lang geraten, überzeugt "The Sand Pebbles" - "Die Sandkiesel", so der Originaltitel - als ein technisch perfekt und beeindruckend in Szene gesetzter Streifen, der sich kritisch mit Themen wie Rassismus und Kolonialismus auseinander setzt, die zu seiner Premiere aufgrund des Kriegseinsatzes der USA in Vietnam an Brisanz gewannnen.

Das Projekt basierte auf dem gleichnamigen Fortsetzungsroman in der "Saturday Evening Post" von Richard McKenna aus dem Jahr 1962, der als Romanveröffentlichung 1963 preisgekrönt wurde. Mit einem Budget von 12 Millionen Dollar wurden neben den Mühen auch keine Kosten gescheut - allein der Nachbau der USS Villalobos, die im Film USS San Pablo heißt, kostete eine viertel Million Dollar.

Die Oscar-Nominierungen gingen an den Film, Hauptdarsteller Steve McQueen, Nebendarsteller Mako, Kameramann Joseph MacDonald, Komponist Jerry Goldsmith, Cutter William Reynolds, die Bühnenbildner und Tontechniker James Corcoran. Nebendarsteller Richard Attenborough gewann den Golden Globe; nominiert waren hier der Film, Regisseur Robert Wise, Drehbuchautor Robert Anderson, Hauptdarsteller McQueen, Nebendarsteller Mako und Komponist Goldsmith.

Eine Zuschauerin meint: "All seinem Schwung und Prunk zum Trotz ist dieser Film im Kern die Geschichte der Kosten menschlicher Grausamkeit, Engstirnigkeit, Arroganz und der Gleichgültigkeit, die diese verursachen. Man sollte sich diesen Streifen ansehen, aber sicher stellen, dass man genügend Taschentücher zur Hand hat."



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