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Onward: Keine halben Sachen
Onward: Keine halben Sachen
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

US-Filmstarts: Disney und Ben Affleck geraten in Coronavirus-Krise

Neue Jane Austen-Adaption "Emma" als Dritte im Bunde

In der heute in den USA und Kanada beginnenden neuen Kinowoche könnten nicht nur Werbung, Mundpropaganda, Kritiken und Qualität über die Umsätze der Produktionen entscheiden, sondern auch ein nicht-cineastischer Faktor: Das Corona-Virus.

Auch in den USA schließen Schulen und Geschäfte, und während 2002 SARS und 2009 H1N1 keinen Einfluss auf die Kinoumsätze hatten, ist diesmal die Unsicherheit größer, ob Zuschauer nicht lieber zuhause bleiben, anstatt sich dem Risiko eines in der Kassenschlange oder Sitzreihe verdächtig hustenden Nachbarn auszusetzen.

Auf jeden Fall haben weder Disney, Warner Bros. noch Focus ihre Premieren verschoben, und so werden "Onward", "The Way Back" und "Emma" als Neustarter um Ticketkäufer werben.

"Onward" ist der neueste Pixar-Animationsstreifen, den Walt Disney Studios in 4310 Kinos bringen, womit das Werk schon mal "Sonic the Hedgehog" als meistgespielten Streifen ablöst. Dan Scanlon ("Monsters University") hat den Film, für den keine Budget-Zahl vorliegt und der gute Kritiken erhalten hat, geschrieben und inszeniert. Mit prognostizierten bis zu 42 Millionen Dollar sollte der Film mit den Stimmen von Tom Holland und Chris Pratt "The Invisible Man" von der Charts-Spitze vertreiben.

Ebenfalls gute Rezensionen hat "The Way Back" ("Out of Play - Der Weg zurück") erhalten. Das 25 Millionen Dollar teure Drama mit Ben Affleck als Ex-Alkoholiker, der ein Nachwuchs-Basketball-Team an seiner alten Universität trainiert, hat Gavin O'Connor geschrieben und inszeniert, der mit Affleck schon bei "The Accountant" zusammen gearbeitet hat. Warner Brothers Pictures setzen ihre Produktion auf 2718 Spielpläne. Analysten sehen nicht mehr als bis zu 7 Millionen Dollar voraus.

Bereits seit zwei Wochen läuft "Emma" - allerdings nur in fünf Filmtheatern. Jetzt veröffentlichen Focus Features das britische Drama, das auf dem gleichnamigen Roman von Jane Austen aus dem Jahr 1815 basiert und bereits 1996 mit Gwyneth Paltrow auf die Leinwände traf, landesweit in 1565 Spielstätten. Die US-Photographin Autum de Wilde hat hier ihr den Kritikern zufolge gelungenes Regiedebut gegeben, und in der Titelrolle ist Anya Taylor-Joy zu sehen. Mehr als 5 Millionen Dollar Umsatz scheinen für die Romanverfilmung, für die keine Budget-Zahl bekannt ist, nicht drin zu sein.


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