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Max und die Wilde 7
Max und die Wilde 7
© Leonine Distribution

Deutsche Filmstarts: Jona Eisenblätter kommt ins Seniorenheim

Steve Carell ist "Unwiderstehlich"

Ausgerechnet jetzt, wo der Sommer so richtig aufdreht, kommen mehrere Produktionen in die deutschen Lichtspielhäuser, darunter mit Jon Stewart's Polit-Satire "Irresistible" auch wieder ein Film aus Übersee. Für die ganze Familie bietet sich der deutsche Abenteuerfilm "Max und die wilde 7" an, während "The Secret" und "Wir beide" romantisch veranlagten Zuschauern ein Angebot machen. Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Max und die wilde 7"
Abenteuer
Deutschland
86 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein Junge (Jona Eisenblätter), der mit seiner Mutter (Alwara Höfels), einer Altenpflegerin, in ein Seniorenheim gezogen ist, findet treue Gefährten in drei mürrischen Senioren (Uschi Glas, Günther Maria Halmer und Thomas Thieme) und klärt mit diesen eine Einbruchsserie auf.

Momentan laufen Kinderfilme als Einäugige unter den Blinden als einzige noch halbwegs gut in den Corona-geleerten Kinos. Dieser deutsche Abenteuerfilm muss es zudem noch mit dem Sommerwetter aufnehmen und könnte damit noch mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen - was mehr als schade wäre! Denn das Kinodebut von Regisseur und Drehbuchautor Winfried Oelsner ist stimmige, charmante, kurweilige und witzige Unterhaltung für die wirklich ganze Familie von der Oma bis zum Enkel. Die Universum-Produktion hat gute Kritiken erhalten.

Aber sicherlich keine bessere als die unseres Kritikers Björn Schneider, denn der ist begeistert und vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Wunderbar unterhaltender, abgeklärt inszenierter Film, der auf raffinierte Weise eine spannende Detektivgeschichte mit Witz, Action, Coming of Age sowie nachdenklichen Momenten verbindet."

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"The Secret - Das Geheimnis"
Drama
USA
103 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Eine allein erziehende Witwerin (Katie Holmes) lernt einen Mann (Josh Lucas) kennen, der sich dem positiven Denken verschrieben hat.

Dieses US-Drama basiert auf dem Selbsthilfebuch "The Secret" der australischen Autorin Rhonda Byrne aus dem Jahr 2006, die zuvor unter dem selben Titel einen Dokumentarfilm über die Kraft des positiven Denkens veröffentlicht hatte. Ihr Buch verkaufte sich 30 Millionen Mal und wurde in 50 Sprachen übersetzt. Bei dieser Wild Bunch-Produktion tritt sie wieder als Produzentin in Erscheinung. Regisseur und Drehbuchautor Andy Tennant ("The Bounty Hunter" / "Der Kautions-Cop") hat die Philosophie der Vorlage nun als fiktive Handlung verpackt. Fraglich, ob "The Secret: Dare to Dream" selbst ohne Covid-19-Pandemie ihr Publikum finden würde, denn dieser Kitsch ist schwer zu ertragen. Die Kritiken sind schlecht, ebenso wie die ersten Zuschauerreaktionen.

Unserer Rezensentin Bianka Piringer gefiel es mäßig: "Katie Holmes wirkt in der weiblichen Hauptrolle eher beflissen als romantisch veranlagt, die Handlung holpert dahin, entwickelt aber beim Betrachten dennoch entspannten Charme."

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"Irresistible - Unwiderstehlich"
Komödie
USA
102 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Ihr könnt, müsst aber nicht!

Ein Wahlkampfstratege (Steve Carell) der Demokratischen Partei will einem Ex-Offizier (Chris Cooper) zum Wahlsieg in einer kleinen, konservativen Stadt im Mittleren Westen verhelfen.

Der Komödiant und Fernsehmoderator Jon Stewart als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor hinter der Kamera, davor neben Steve Carell und Chris Cooper noch Rose Byrne, aber diese milde US-Komödie ist leider weniger als die Summe ihrer talentierten Teile und kann sich nicht entscheiden, ob sie eine Satire, Farce oder altmodische Underdog-Story sein will. Amüsant und ab und an tiefgründig, aber insgesamt ohne Biss. Die Kritiken für die Universal Pictures-Produktion sind überwiegend ablehnend ausgefallen, die Zuschauer sind gespalten.

Unserer Kollegin Bianka Piringer hat es gefallen: "Die politische Satire von Regisseur Jon Stewart über eine zum Prestigeprojekt der amerikanischen Bundesparteien aufgeblähte Bürgermeisterwahl in der Provinz bereitet bissiges Vergnügen. Stewart nutzt die Handlung geschickt, um die Schwächen eines politischen Systems zu entlarven, das sich zu wenig um die wahren Nöte der Menschen kümmert."

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"Wir beide"
Drama
Frankreich
95 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Zwei ältere Frauen (Martine Chevallier und Barbara Sukova) führen seit Jahrzehnten eine geheime Liebesbeziehung. Unerwartete Ereignisse führen zu einem neuen, offeneren Umgang – stellen ihre Liebe aber auch auf die Probe.

Gelungenes Spielfilmdebut für den italienischen Regisseur und Drehbuchautoren Filippo Meneghetti, dem mit "Deux" - so der Originaltitel - ein stilles, zugleich bildstarkes und herzzereißendes französische Drama gelungen ist. Die Kritiker rühmen die Weltkino-Produktion ebenso wie die Zuschauer.

Auch unser Kritiker Falk Straub ist angetan: "Eine mitreißende Liebesgeschichte über zwei alte Frauen, die nicht länger im Verborgenen leben möchten. Dieses Drama ist mit viel Stilwillen inszeniert und wundervoll gespielt."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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