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Und morgen die ganze Welt
Und morgen die ganze Welt
© Alamode Film

Und morgen Hollywood?

"Und morgen die ganze Welt" soll den Oscar für Deutschland holen

German Films, die Auslandsvertretung der deutschen Filmindustrie, hat heute bekannt gegeben, welchen Film unter zehn Anwärtern sie nach Hollywood schickt, in der Hoffnung, dass er den Academy Award als "Bester internationaler Film" holen wird.

Die Wahl fiel auf "Und morgen die ganze Welt" von Julia von Heinz, der zwar bei seiner Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig im vergangenen Monat keinen Preis erhalten hat, aber positiv aufgenommen worden ist. "Der Film ist sehr persönlich und hat eine große, emotionale Wucht", begründet die Jury von German Films ihre Wahl. "In einer Zeit, in der die Demokratie zunehmend unter Druck kommt, geht die Regisseurin der Frage nach, ob Gewalt gerechtfertigt oder überhaupt notwendig ist. Der Film konfrontiert das Publikum mit Konflikten und Entscheidungsprozessen, denen sich niemand entziehen kann."

"Und morgen die ganze Welt" dreht sich um eine von Mala Emde gespielte Jurastudentin, die sich gegen rechte Populisten und Neonazis engagiert, wobei es zu Gewalttaten kommt. Das Werk setzte sich gegen die neun Mitbewerber "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl", "Enfant Terrible", "Berlin Alexanderplatz", "Fritzi – Eine Wendewundergeschichte", "Crescendo #makemusicnotwar", "Curveball", "Ein nasser Hund", "Ich war noch niemals in New York" und "Undine" durch.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences wird nun aus den Einsendungen der Länder zehn Filme vorauswählen, die am 9. Februar 2021 bekannt gegeben werden. Von diesen zehn werden fünf Nominierungen gewählt, deren Titel am 15. März veröffentlicht werden. Welcher der fünf dann den Oscar erhält, wird dann bei der Preisverleihung am 25. April enthüllt.

In diesem Jahr hatte es "Systemsprenger" nicht unter die zehn Vornominierten auf die Short List geschafft.


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