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So nahrhaft ist "McDonald's"

"Super Size Me: A Film of Epic Portions"

Die "McDonald's"-Kette behauptete, ihr Essen sei "nahrhaft". Ein junger Dokumentarfilmer nahm sie beim Wort und ernährte sich einen Monat ausschließlich von Fast Food. Das Ergebnis: Ein Film namens "Super Size Me"

Ausgerechnet die "McDonald's" Fast Food-Kette behauptete, ihr Essen wäre "nahrhaft". Ein junger Dokumentarfilmer nahm sie beim Wort und ernährte sich einen Monat lang ausschließlich von McDonald's typischem Speiseangebot - Fritten zum Frühstück, Mittag, Abendbrot. Das Ergebnis: Über zwölf Kilo Gewichtszunahme, ein hoher Cholesterinspiegel, eine angegriffene Leber und ein unterhaltsamer und lehrreicher Dokumentarfilm namens "Super Size Me: A Film of Epic Portions".
Morgan Spurlock (33) bekam die Idee zu dem Film, als er im Fernsehen einen Bericht über zwei Mädchen verfolgte, die McDonald's als Verantwortlichen für ihre Fettleibigkeit verklagten. Der Fastfood-Gigant konnt die Klage abwehren - eben mit der Behauptung, dass Essen wäre "nahrhaft", und dass die Speisekarten genügend gesunde Varianten zu bieten hätten. Aber geht wirklich jemand zu McDonald's, um einen Salat zu mümmeln? Spurlock bezweifelt das: " Man geht für die Sachen, die gut schmecken - die Burger, die Pommes Frites, die zuckrigen Shakes, die gigantischen Soft Drinks."
Dass Fast Food ungesund ist, weiß jeder. Aber wie schnell und verheerend die körperlichen Folgen von stetigem McDonalds-Konsum sind, dürfte dennoch schockieren. Schmerzen in der Brust, Stimmungsschwankungen, Erschöpfungszustände und Depressionen waren Morgans ständige Begleiter auf seiner Reise durch Amerikas McDonald's Restaurants, auf der er auch Ärzte und Ernährungsspezialisten interviewte. "Ich habe mich furchtbar gefühlt. Du ißt dieses Essen und fühlst dich sofort gut, aber gleich dananch kriegst du die McBauchschmerzen, die McKopfschmerzen - du wirst depresssiv," erzählte der New Yorker in der amerikanischen Fernsehshow "Today".
Der McDonald's-Konzern, sonst schnell mit einer Klage zur Hand, beschränkte sich diesmal lediglich auf einen Kommentar - der Film wäre "eine 'super-sized' Verzerrung der Qualität, Auswahl und Variation, die bei McDonald's verfügbar ist." Interessanterweise gab die Firma jedoch bekannt, die "Super Size"-Portionen bis Ende des Jahres einzustellen.
Spurlock geht es inzwischen wieder richtig gut: Er erhielt den Preis für die beste Regie auf dem Sundance-Festival und infolgedessen auch einen Verleiher: "Roadside Attractions" wird den Film ihn die amerikanischen Kinos bringen. Mit Hilfe seiner Freundin - einer auf vegane Ernährung spezialisierten Köchin - konnte Spurlock auch den meisten Speck bereits wieder loswerden.


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