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Natasha Richardson (1963-2009)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 11. Mai 1963 in London, England
Gestorben: ✟ 18. März 2009 in New York, USA im Alter von 45 Jahren
Name: Natasha Jane Richardson
Größe: 175 cm

Tochter von Vanessa Redgrave und Tony Richardson, Stieftochter von Franco Nero und Gattin von Liam Neeson

Bildergalerie

Billy Bob Thornton, Natasha Richardson, Charlize...erer'Natasha Richardson, Jodie Foster und Liam Neeson in 'Nell'

Biographie

Natasha Richardson wurde am 11. Mai 1963 in London geboren. Sie entstammt einer Dynastie von Schauspielern: Ihr Urgroßvater Roy Redgrave trat am Theater und in Stummfilmen auf. Sein Sohn Sir Michael Redgrave war ein britischer Theaterstar der 1950er und seine Tochter, die Oscar-Preisträgerinnen Vanessa Redgrave - Natashas Mutter - ist einer der bekanntesten britischen Filmstars. Ihre Geschwister Lynn und Corin Redgrave sind ebenfalls Schauspieler.
Natashas Vater Tony Richardson war ein Regisseur und Produzent, der 1963 für "Tom Jones" den Regie-Oscar erhielt. Er verließ Redgrave 1967 (nach fünf Jahren Ehe) für die französische Schauspielerin Jeanne Moreau. Redgrave ist seit 1967 mit dem italienischen "Django"-Star Franco Nero liiert, den sie 2006 auch heiratete. Nero übernahm die Vaterrolle auf Natashas Hochzeit mit Liam Neeson.
Natashas Schwester Joely Richardson (*1965) ist ebenfalls Schauspielerin und vor allem durch die TV-Serie "Nip/Tuck" bekannt.

Natasha wuchs in London auf, wo sie zunächst die altehrwürdige St. Paul's Girls' School besuchte und schließlich an der Central School of Speech and Drama Schauspiel studierte. Bereits im Alter von vier Jahren gab Natasha an der Seite ihrer Mutter ihr Filmdebüt, in dem von ihrem Vater inszenierten Kriegsfilm "Der Angriff der leichten Brigade" (1968).
Ihre professionelle Karriere startete Richardson 1984 am Theater in Leeds. Im selben Jahr trat sie auch in der CBS-Miniserie "Ellis Island" auf. Dem folgte 1985 ihr Einstand am Londoner West End, als Nina in einer heute legendären Produktion von Anton Tschechows "Die Möwe", in der auch ihre Mutter auftrat.
Ihren Kinodurchbruch feierte Natasha 1986, mit einer Hauptrolle in Ken Russells umstrittenen surrealem Autorendrama "Gothic". Dem folgte 1988 Paul Schraders Low Budget-Biopic "Patty Hearst" (deutscher Titel: Schreie im Dunkel), das überwiegend gemischte Reaktionen erntete. Über Richardsons herausragendes Talent waren sich die Kritiker jedoch einig.
1990 heiratete Richardson den britischen Produzenten Robert Fox. Die Ehe hielt zwei Jahre. Volker Schlöndorff engagierte sie 1990 für die Hauptrolle in der Filmversion von Margaret Atwoods "Die Geschichte der Dienerin". Für ihre Darstellung erhielt Richardson 1991 den Evening Standard British Film Award in der Kategorie beste Schauspielerin. Im selben Jahr verstarb ihr Vater an den Folgen von AIDS. Richardson engagierte sich danach und bis zu ihrem Tod in mehreren Organisationen zur Bekämpfung des Virus.

1993 gab Richardson ihr Broadway-Debüt, an der Seite des irischen Schauspielers Liam Neeson in Eugene O'Neills "Anna Christie". Die beiden verliebten sich und heirateten 1994 in ihrem gemeinsamen Anwesen in Millbrook, bei New York. Sie haben zwei Söhne, Michael Richard Antonio Neeson (*1995) und Daniel Jack Neeson (*1996). 1994 traten Richardson und Neeson gemeinsam in Michael Apteds Drama "Nell" auf.

Im selben Jahr war Natasha außerdem im irischen Drama "Widows Peak" zu sehen. Danach nahm sie eine längere Auszeit, um sich ihren beiden Söhnen zu widmen.
1998 feierte Richardson dann ein grandioses Comeback am Broadway: Für ihre Darstellung der Sally Bowles im Musical "Cabaret" - unter Regie von Sam Mendes und Rob Marshall - erhielt sie einen Tony Award, den Oscar der Theaterwelt. Im Kino war sie '98 außerdem in "Ein Zwilling kommt selten allein" zu sehen - einer Disneyversion von Erich Kästners "Das doppelte Lottchen", mit Dennis Quaid und Lindsay Lohan. 2001 trat sie in der Star-besetzten Komödie "Über kurz oder lang" auf. Dem folgte ein Jahr später die Romanze "Manhattan Love Story", mit Ralph Fiennes. Neben ihm stand Richardson 2005 außerdem für James Ivorys Drama "The White Countess" vor der Kamera.
2007 arbeitete Richardson mit ihrer Mutter für "Spuren eines Lebens" zusammen, ein Familiendrama, das sich jedoch als Flop erwies. Zuletzt hatte sie die Teeniekomödie "Wild Child - Erstklassig zickig" (2008) abgedreht.

Am 17. März 2009 erlitt Richardson eine schwere Kopfverletzung, nach einem zunächst harmlos erscheinenden Fall bei einer Ski-Lektion für Anfänger im kanadischen Resort Mont Tremblant. Die Einrichtung gab der Presse gegenüber kund, dass Richardson nach dem Fall zunächst keine sichtbare Verletztung gezeigt hätte, sondern erst etwa eine Stunde später über starke Kopfschmerzen geklagt habe. Sie wurde ins Centre Hospitalier Laurentien in Montreal gebracht und später ins Hôpital du Sacré-Coeur verlegt. Am Abend wurde sie dann ins New Yorker Lenox Hill Hospital (Manhattan) geflogen. Einer ungenannten Quelle der Agentur Associated Press zufolge litt die Schauspielerin unter einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und wurde rund um die Uhr von Ärzten überwacht. Sie verstarb am 18. März, umgeben von ihren Söhnen, ihrem Mann, ihrer Schwester und ihrer Mutter.


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