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Bill Paxton, Suzy Amis, Gloria Stuart - Titanic
Bill Paxton, Suzy Amis, Gloria Stuart - Titanic
© 20th Century Fox

Gloria Stuart (1910-2010)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 04. Juli 1910 in Santa Monica, Kalifornien, USA
Gestorben: ✟ 26. September 2010 in Los Angeles, USA im Alter von 100 Jahren
Name: Gloria Frances Stewart
Größe: 165 cm
Augenfarbe: blau
Haarfarbe: blond

Älteste Person, die jemals eine Oscar-Nominierung für die beste Nebendarstellerin erhielt

Ist entfernt mit dem Outlaw Jesse James verwandt

Biographie

Stuart wurde 1910 als Gloria Frances Stewart in eine Familie geboren, deren Vorfahren zu den ersten (europäischstämmigen) Siedlern in Kalifornien gehörten. Ihr Vater Frank Stewart, ein Anwalt, starb durch einen Autounfall, als Gloria neun Jahre alt war. Daraufhin nahm ihre Mutter Alice - eine Verwandte des legendären Outlaws Jesse James - eine Stelle bei einem Postamt in Santa Monica an, um Gloria und ihren 11 Monate jüngeren Bruder Frank über die Runden zu bringen.
1927, nach der High School, schrieb sich Stewart an der Universität Berkley ein, wo sie Theater und Philosophie studierte. Aber nach nur einem Jahr schmiss sie ihr Studium und heiratete den Bildhauer Blair Gordon Newell. Das Paar zog daraufhin in das damals schwer angesagte Künstlerstädtchen Carmel (Monterey County) und frönte dem Lebensstil junger Bohémiens. 1930 kehrte Stewart nach Los Angeles zurück und trat dort zunächst am Pasadena Playhouse auf. Außerdem änderte sie die Schreibweise ihres Namens - in der Annahme, Stuart würde zusammen mit ihrem Vornamen auf den Werbeaushängen besser aussehen. Agenten von Universal wurden sofort auf sie aufmerksam und nahmen sie unter Vertrag.
Ihre Filmkarriere startete Stuart dann als professionelle Blondine in B-Movies wie "Das Haus des Grauens" (1932), "The Kiss Before the Mirror" (1933) und einigen größeren Projekten, wie "Der Unsichtbare" (1933) und "Poor Little Rich Girl" (1936). Größere Parts blieben ihr jedoch verwehrt.
1934 ließen sich Stuart und Newell scheiden. Sie heiratete daraufhin den Drehbuchautor Arthur Sheekman (*1901, †1978). Ein Jahr später kam die gemeinsame Tochter Sylvia Sheekman zur Welt. Während ihre Filmkarriere brach lang, arbeitete Stuart erfolgreich beim Theater und engagierte sich politisch - sie gehört zu den Gründungsmitgliedern der Screen Actors Guild, der Interessenvertretung amerikanischer Filmschauspieler. Außerdem versuchten sie und Sheekman, sich 1939 dem französischen Widerstand gegen die Nazis anzuschließen - man lehnte sich jedoch als ungeeignet ab. Daraufhin ließ sich die Familie in New York nieder. In den 40er Jahren startete Stuart dann eine erfolgreiche Karriere als Kunsthandwerkerin, zunächst mit Découpage und später mit Wohnungsdekorationen. In den 1950ern, als Sylvia bereits am College war, zog das Paar zu Freunden nach Italien, wo Stuart Ölmalerei für sich entdeckte und schließlich auch erfolgreich ausstellte - unter anderem in den New Yorker Hammer Galleries.
Erst 1975, nachdem bei ihrem Mann eine Form der Alzheimerkrankheit diagnostiziert wurde, entschied sich Stuart, zu ihrer ersten Berufung zurückzukehren und engagierte einen Agenten. Es folgten verschiedene Fernsehrollen und schließlich wieder Filmparts, unter anderem in "My Favorite Year" (1982), neben Peter O'Toole, und "American Wildcats" (1986), neben Goldie Hawn. 1983, mit 73 Jahren, verliebte Stuart sich neu: In Ward Ritchie, einen kalfornischen Künstler, den sie noch aus ihren Tagen in Berkley kannte. Er inspirierte sie zur Gründung ihrer eigenen Kunstdruckerei, "Imprenta Glorias" - Stuarts größter Erfolg als Künstlerin: Einige ihrer Druckwerke befinden sich heute im New Yorker Metropolitan Museum, im Londoner Victoria and Albert Museum, sowie in der Pariser Bibliothèque nationale de France.
1996 brachte den nächsten großen Einschnitt in Stuarts Leben: Ritchie verstarb an Krebs und sie landete mit 87 Jahren den Part der 100jährigen Rose in James Camerons "Titanic" und damit späten Ruhm: Sie ist bis heute die älteste Schauspielerin, die je für einen Oscar für die beste Hauptdarstellerin nominiert wurde.
Am 26. September 2010 verstarb sie im Schlaf. Sie wurde 100 Jahre alt.
Stuart sei "der Inbegriff eines gut gelebten Lebens", gab James Cameron in seinem Nachruf kund. "Das Funkeln in ihren Augen war auf ihrer hundertsten Geburtstagsfeier genauso strahlend, wie bei unserem ersten Treffen 1996, und ich bin sicher, so war es auch, als sie ein Kinostar der frühen '30er oder ein kleines Mädchen in den 1920ern war, das durch die Orangenplantagen von Santa Monica rannte."



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