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Kritik: Gold (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach Filmen wie "The Wolf of Wall Street" (2013) und "American Hustle" (2013) versucht sich nun auch Regisseur und Drehbuchautor Stephen Gaghan an einem unterhaltsamen Porträt des US-amerikanischen Raubtierkapitalismus. Im Gegensatz zu seinem komplexen Regiedebüt "Syriana" (2005) erzählt Gaghan in "Gold" allerdings eine weitaus geradlinigere Geschichte um Macht, Gier und geplatzte Träume.

Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die von Matthew McConaughey mitreißend gespielte Hauptfigur. Als kettenrauchender Säufer mit Halbglatze und dickem Bauch befreit sich der Schauspieler hier nun endgültig von seinem früheren Schönling-Image und bietet mit seiner zwar nicht immer subtilen, aber effektiven Performance wohl den besten Grund, um sich "Gold" anzusehen. McConaugheys Energie ist der Motor dieses Abenteuerfilms und tröstet zumindest ansatzweise über die uninspirierte Inszenierung hinweg.

Doch die Schwächen bleiben offensichtlich: Der Plot pendelt unentschlossen zwischen bissiger Satire, ernstem Drama und ausgelassener Komödie, ohne dabei einer Tonlage wirklich gerecht zu werden. Während Montage und Kamera auf solidem Niveau arbeiten, so gelingt es doch nicht, starke Akzente zu setzen, die McConaugheys Spiel etwas entgegensetzen oder in sinnvolle Bahnen lenken können.

Fazit: "Gold" is eine überbordende One-Man-Show, die ganz von Matthew McConaugheys energetischer Darbietung lebt. Leider können Story sowie Inszenierung da nicht mithalten. Zudem pendelt der Abenteuerfilm unentschlossen zwischen Satire, Drama und Komödie, ohne einer dieser Tonlagen dabei wirklich gerecht zu werden.





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