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Project Almanac
Project Almanac
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Project Almanac (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

"Project Almanac" verbindet Sci-Fi mit Thriller- und Found-Footage-Elementen, das alles hübsch aufpoliert für eine junge, Blockbuster-affine Zielgruppe. Da verwundert es nicht, dass die treibende Kraft hinter diesem Film "Transformers"-Regisseur Michael Bay ist, der von der Story sofort hellauf begeistert war. Regie führte der weitgehend unbekannte Dean Israelite, der bisher vor allem durch sein Kurzfilm-Drama "Acholiland" von 2009 in Erscheinung trat. "Project Almanac" ist ein Film, der sich fast ausschließlich aus geklauten Ideen und Konzepten anderer Filme zusammensetzt und dessen wirrer, unausgegorener Genre-Mix auf Dauer ebenso nervt wie der unruhige, nervöse Wackelkamera-Stil.

Regisseur Israelite und Produzent Bay setzen ihren Film fast ausschließlich dreist aus Versatzstücken und Erfolgsformeln bekannter und erfolgreicher Genre-Klassiker um: vom nervösen Found-Footage-Handkamera-Stil etwa eines "Cloverfield" über die klassische Zeitreise-Thematik des unerreichten "Zurück in die Zukunft" bis hin zum "Jugendliche-entdecken-außergewöhnliche-Fähigkeiten"-Element von "Chronicle - Wozu bist du fähig". Mit eigenen, neuen Ansätzen kann "Project Almanac" leider nicht punkten. Alles hat man schon mal gesehen, nur wesentlich besser und packender umgesetzt. Aber zugegeben: in der ersten Dreiviertelstunde machen die immer häufiger auftretenden Zeitreisen noch großen Spaß und sorgen für Abwechslung im Kino-Sessel.

Da reisen die hochintelligenten Teenager quer durch Raum und Zeit, um z.B. Schul-Prüfungen erfolgreich zu durchlaufen, sich zu riesigen Sport-Veranstaltungen zu "beamen", die wildesten Partys zu feiern oder sogar um im Lotto das ganz große Geld abzusahnen. Hier zeigt der Film ein hohes Maß an Ideenreichtum und inhaltlicher Verspieltheit. Großes Manko jedoch: die oft unfreiwillig komisch wirkenden schauspielerischen Darbietungen der nicht selten hölzern und ausdruckslos agierenden Jung-Darsteller und der fahrige Handkamera-Stil, der zu viel Unruhe in die Inszenierung bringt und auf Dauer gehörig auf die Nerven geht. Alles in allem lohnt sich das Kino-Ticket für diese mit Gewalt auf modern und hip getrimmte Genre-Mischung daher nur bedingt.

Fazit: Fahrig inszenierte, unausgegorene Genre-Mixtur mit ein paar guten Einfällen aber auch einer viel zu hektischen Handkamera, die den Filmgenuss merklich trübt.





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