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Kritik: The Lego Batman Movie (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der erste Film über die kultigen Bauklötzchen ("The Lego Movie") wurde 2014 zu einem weltweiten Erfolg. Fast 500 Millionen US-Dollar spielte der Film ein, bei einem Budget von "nur" rund 65 Millionen US-Dollar. Ein zweiter Teil war damit schnell beschlossene Sache, aber auch ein Spin-off sollte her. Im Mittelpunkt steht in diesem filmischen Ableger mit Batman nun eine der beliebtesten Figuren des "Lego Cinematic Universe" (eine Anspielung auf das "Marvel Cinematic Universe"). Für das englische Original konnte eine ganze Reihe an namhaften Künstlern gewonnen werden, die für den "Lego Batman Movie" Synchronrollen übernahmen: von Will Arnett und Ralph Fiennes über Zach Galifianakis und Channing Tatum bis hin zum ehemaligen Pop-Sternchen Mariah Carey.

Wer schon seine Freude mit dem großartigen "The Lego Movie" hatte, kommt auch beim neuesten Film mit den uns allen bekannten Plastik-Steinchen, voll auf seine Kosten. Wieder ist den Machern ein Film voller Action, Humor und unzähliger Anspielungen auf Figuren und Helden aus dem Comic-Kosmos und der Popkultur, gelungen. Wobei der Schwerpunkt diesmal eindeutig auf (teils recht jungen) Klassikern des Fantasy- und Science-Fiction-Films liegt. So trifft man u.a. auf bekannte Figuren aus Filmen wie "Matrix", "Harry Potter" oder auch "Der Zauberer von Oz". Am deutlichsten aber verneigt sich die Produktion vor der bunten, knalligen Welt der Superhelden, genauer: jener aus dem DC-Universum.

Denn Optik und Action sind ganz klar den Sehgewohnheiten jenes Publikums angepasst, das jeden neuen (Marvel- oder DC-)Superhelden-Film, zu einem bombastischen Kassenschlager macht. Sprich: es gibt rasante Verfolgungsjagden, schnelle Schnittfolgen, wilde und spektakuläre Kamerafahrten sowie hier und da auch mal eine stilvolle, hochästhetische Zeitlupen-Sequenz. Die Anpassung an Look, Ästhetik und Sound der Superhelden-Blockbuster, gilt im Übrigen auch für den pathetisch aufgeladenen Soundtrack. Dem "unperfekten" und kindlichen Look der Lego-Welt, bleiben die Macher bei alledem trotzdem immer wieder treu: zwischen den edlen Hochglanz-Animationen befinden sich daher häufig auch hölzerne Bewegungen bzw. Figuren-Einlagen sowie antiquiert wirkende visuelle Elemente, die den Charme der Filme und letztlich auch ein Stück weit den von Lego, ausmachen.

Toll ist natürlich auch, dass die Original-Sprecher der Christopher-Nolan-Trilogie wieder mit an Bord sind. Schaden kann es daher nicht, wenn man als Zuschauer mit dem Batman-Kosmos vertraut ist. Aber: im "Lego Batman Movie" finden sich nicht nur massig "Easter Eggs" und Hinweise auf die jüngste Batman-Trilogie von Nolan. Auch die eher düsteren und extrem pessimistisch angehauchten Batman-Filme von Tim Burton, die nicht zuletzt von ihrem morbiden Gothic-Touch leben, werden genüsslich zitiert."

Fazit: Ungemein kreativer, großartig unterhaltender Action-Animationsspaß mit unzähligen Verweisen auf den reichhaltigen Batman-Kosmos und vielen Reminiszenzen an Popkultur-Phänomene. Vertraut sein sollte man mit der (Figuren-) Welt um den dunklen Ritter allerdings schon sein und (zumindest) ein paar der Filme kennen.





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