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Hanni & Nanni - Mehr als beste Freunde
Hanni & Nanni - Mehr als beste Freunde
© UIP

Kritik: Hanni & Nanni - Mehr als beste Freunde (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Streng genommen ist "Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde" keine weitere Fortsetzung des erfolgreichen Kinder- und Jugendfilm-Franchise. Denn Jana und Sophia Münster, die die Zwillinge in den ersten drei Filmen spielten, sind dem Schülerinnen-Alter mittlerweile entwachsen. Deshalb entschieden sich die Macher, die "Hanni & Nanni"-Reihe mit neuer Besetzung zu rebooten. "Mehr als beste Freunde" wurde u.a. in Berlin, Brandenburg und in der Havel gedreht. Zudem veredelt ein hochkarätiger Cast den Film. Bis in die Nebenrollen: von Suzanne von Borsody über Henry Hübchen bis hin zu Katharina Thalbach. Die Abenteuer der Zwillinge Hanni und Nanni beruhen auf der erfolgreichen Kinderbuchserie der Britin Enid Blyton.

Obwohl "Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde" solide Unterhaltung für die (vornehmlich weibliche) junge Zielgruppe und etliche kauzige, schrullige Nebenfiguren bietet, reicht der Film qualitativ nicht ganz an die ersten Filme heran. Der Grund: "Hanni & Nanni 1-3" hatten ein eigenes Profil, eine eigene Handschrift und waren viel näher am klugen Witz und den hintersinnigen Botschaften der großen Enid Blyton. Dies geht "Mehr als nur Freunde" leider völlig ab. Und: Jana und Sophia Münster spielten die frechen, gewieften Zwillinge mit noch einer Spur mehr Leichtigkeit und Coolness als Laila und Rosa Meinecke.

Allerdings: rasant inszeniert sind alle Filme, sowohl die Ursprungstrilogie als auch der erste Teil des Reboots von Regisseurin Isabell Suba ("Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste"). Das liegt vor allem daran, dass sich oft innerhalb weniger Augenblicke jene verschiedenen Elemente aneinanderreihen, die z.B. schon die "Bibi & Tina"-Filme auszeichneten: Musical-Einlagen, frecher Wortwitz und vor allem skurrile, humorvolle Nebenfiguren. Das geht teils Schlag auf Schlag und Langeweile kommt daher nicht auf. Die vielfältigen Nebencharaktere sind vielleicht die größte Stärke des Films. Alle (namhaften) Nebendarsteller füllen ihre Rollen dabei mit viel Spielfreude aus, allen voran Katharina Thalbach als leidenschaftliche, penibel auf die Aussprache ihrer Schüler achtende Französisch-Lehrerin.

Auch überzeugend: Henry Hübchen in seiner Paraderolle als griesgrämiger Brummbär. Einfallsreichtum und Kreativität bewiesen die Drehbuchautoren auch bei den Streichen, die Hanni und Nanni im Internat aushecken, um dieses möglichst schnell wieder verlassen zu können. Vom Präparieren der Wasserhähne bis hin zur rigorosen Weigerung, am Schulsport teilzunehmen.

Fazit: Auch wenn die Leichtigkeit der ersten Filme und die Harmonie der beiden früheren Hauptdarstellerinnen fehlen: Der erste Film des Reboots überzeugt mit vielen spaßigen Einfällen, spielfreudigen Nebendarstellern und eingängigen Musical-Nummern.





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