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American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen
American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen
© Constantin Film

Kritik: American Pie - Wie ein heißer Apfelkuchen (1999)


Dagegen wirkt sogar "Verrückt nach Mary" zahm: "American Pie", Paul Weitz' Regiedebüt, handelt von unkonventionellen Onaniermethoden und den damit einhergehenden Körperflüssigkeiten. Genau: Es geht um Sex, Hormone, Pubertät. Die fulminante Anhäufung von aberwitzigen Geschmacklosigkeiten ist jedoch höchstens auf den ersten Blick die Attraktion dieser respektlos-derben Teenager-Komödie. Der Film, der garantiert nicht an den Intellekt der Zuschauer zu appellieren trachtet, ist nicht zuletzt deshalb zum Brüllen komisch, weil er viel Sympathie für seine Charaktere hegt.
Als Ode an die Schadenfreude konzipiert, erinnert die rasante Sex-Klamotte schon ein wenig an das gute alte "Eis am Stil": Der Feldzug zum Verlust ihrer Jungfräulichkeit führt unsere Helden pointenreich von einem Fettnäpfchen zum nächsten. Die Charaktere und die ihnen widerfahrenden Peinlichkeiten aber stammen aus den Neunzigern – so wirkt der Film trotz allem überhaupt nicht angestaubt.
Wäre "American Pie" nur eine simple Gag-Parade – man würde an dem Streifen rasch die Lust verlieren. Zum Glück aber gelang es seinen Machern, den cineastischen Exkurs ins endlos Pubertäre mit einer ansehnlichen Story zu versetzen. Ja, in der Tat: Der Streifen nimmt die Nöte seiner Charaktere ernst. Zwar lachen wir über die Unzulänglichkeiten der hormongeplagten Helden, doch gleichzeitig sympathisieren wir mit ihnen. Sie wissen halt nicht, was sie tun – wussten wir's damals vielleicht besser?





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