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Die Monster AG
Die Monster AG
© Walt Disney Pictures; Pixar Animation Studios

Kritik: Die Monster AG (2001)


John Lasseter, der Macher hinter den ersten drei Pixar-Filmen "Toy Story", "Das große Krabbeln" und "Toy Story 2" hat die Latte für seinen Nachfolger als "erster Regisseur", Pete Docter, extrem hoch angelegt. Jeder dieser Filme hatte zutiefst Charme und Witz mit einer intelligenten Geschichte verbunden. "Die Monster AG" mag auf diese Art und Weise nicht ganz mithalten, ist in seinen besten Momenten aber ein kaum vergleichbares Werk, das seine ganz eigenen Stärken besitzt. In seinen schwächsten Momenten versucht Docter aber, den Charme und vor allem die eigene Art von Lasseter mit seinen feinen philosophischen Subtexten nachzuahmen. Gerade in solchen Situationen, in dem Wechsel von leisen, nachdenklichen Szenen hin zur Action oder bei der Darstellung der Kinderwelt (und der Kinder selbst) hinterlassen die die Monster einen eher schalen Nachgeschmack und wirken langweilig. Docters Stärke liegt nämlich weniger im Storytelling, als bei sentimentalen und gleichzeitig komischen Momenten. "Die Monster AG" vermengt wichtige und eher erwachsene Themen, wie zum Beispiel Industrialisierung und den damit verbundenen Konflikt zwischen Kapital und Arbeitern oder die Macht der Medien, mit einfacher, unschuldig-naiver Sichtweise und tiefst sentimentalen menschlichen Stärken, die er in Form seiner beiden Monster gegen das System setzt. In dieser Art erinnert er mich an Charlie Chaplin, der diese Form des Films nicht nur perfektioniert hat, sondern in "Die Monster AG" auch mehrfach zitiert wird. Man merkt Docters Werk einfach die Nähe zu "Moderne Zeiten" an, dessen kritische Töne auf unsere Zeit angepaßt wurden, den jüngsten Zuschauern aber verborgen bleiben, ohne dass der Film dadurch langweilig würde. Wären da nicht die andauernden Versuche, die Erwartungen, die durch John Lasseter aufgebaut wurden, auch dazu noch zu befriedigen, "Die Monster AG" wäre ein Meisterwerk geworden. So fehlt es aber manchmal gerade an dem Rhythmus, der in Chaplins "Moderne Zeiten" ein Hauptstilelement war. Dennoch reicht es auch so zu sehr vergnüglichen Kinostunden, eben nicht nur für Kinder.




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