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Meine Braut, ihr Vater und ich - Ben Stiller, Robert...Polo
Meine Braut, ihr Vater und ich - Ben Stiller, Robert De Niro, Blythe Danner und Teri Polo
© United International Pictures

Kritik: Meine Braut, ihr Vater und ich (2000)


Gleich in mehrfacher Hinsicht ist dieser Film (trotz seiner Anwärterschaft auf den blödesten Titel des Jahres) eine Überraschung - und zwar eine positive. Keineswegs bietet er nämlich den beim Namen des Regisseurs (Jay Roach, "Austin Powers" 1 + 2) zu befürchtenden Schmuddel-Klamauk. Vielmehr ist "Meine Braut..." eine pfiffige Komödie, in der es mal feinsinnig und mal gröber zugeht, die in jedem Fall aber von Anfang bis Ende Generationen übergreifend unterhält. Das immense Scherzpotential des Films speist sich im Kern aus klassischen und jederzeit nachvollziehbaren zwischenmenschlichen Konfliktsituationen. Dabei ist hier der geradezu archetypische Zwist zwischen Vater der Braut und Schwiegersohn nur eine Ebene, die im übrigen geschickt mit den sattsam bekannten Klischees spielt, sie mal bedient und dann wieder elegent umschifft.

Der Krankenpfleger Greg Focker ist bis über beide Ohren in seine schöne Freundin Pam Byrnes verliebt. In der Ferne klingeln bereits die Hochzeitsglocken. Doch vor dem offiziellen Heiratsantrag steht ein Vorstellungsbesuch bei Pams Eltern. Greg ahnt nicht, dass er das schlimmste Wochenende seines Lebens vor sich hat. Schon bei der Begrüßung deutet sich an, dass die Chemie zwischen ihm und Pams resolutem Vater Jack nicht stimmt. Der alte Haudegen mit jahrelanger CIA-Vergangenheit ist das Misstrauen in Person. Schnell gelingt es ihm, mit fiesen Verhörmethoden den arglosen Krankenpfleger in Widersprüche in Bezug auf seine Vergangenheit zu verwickeln.

Erste Dissonanzen zwischen den beiden ungleichen Männern münden schnell in einen regelrechten Zweikampf. Denn Greg kommt im Laufe der Zeit dahinter, dass der vermeintliche Saubermann Jack durchaus seine Leichen im Keller hat. Auf diesbezügliche Andeutungen reagiert der notorische Miesepeter mit unverhohlenen Drohungen. Vermittlungsversuche der zukünftigen Schwiegermutter scheitern kläglich. Endgültig fiasköse Ausmaße erreicht die Auseinandersetzung, als sich Greg aus Versehen an der Katze des Hauses vergreift. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf...

Das Gagfeuerwerk, das der Film abbrennt, ist schon beachtlich, wobei sich Dialogwitz und Situationskomik prächtig ergänzen. Das Sahnehäubchen des gelungenen Spaßes ist freilich Robert DeNiro als Ex CIA-Hardliner und Kontroll-Freak, der hier sein komödiantisches Potential noch mehr ausfährt als in "Reine Nervensache" und die im Ganzen etwas biedere Machart des Films locker vergessen lässt.






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