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Ab durch die Hecke
Ab durch die Hecke
© United International Pictures

Kritik: Ab durch die Hecke (2006)


Trickreicher Futterklau Im Animationsspektakel "Ab durch die Hecke" frisst sich eine hungrige Horde Tiere durch die prall gefüllten Kühlschränke der amerikanischen Konsumgesellschaft. Das Ergebnis: Ein kurzweiliger Leckerbissen der besonderen Art. Als die Schildkröte Verne aus dem Winterschlaf erwacht, hat sich im Wald etwas verändert: Eine schier endlose Hecke durchzieht das grüne Dickicht. Dahinter offenbart sich, man höre und staune, eine kleine Menschensiedlung. Während Verne und seine Familie über das vermeintliche Naturwunder staunen, hat Waschbär RJ ganz andere Probleme. Der große Braunbär Vincent hat ihn beim Klauen erwischt, und als er Vincents gesamte Essensvorräte durch ein dummen Ausrutscher vernichtet, gibt ihm der zentnerschwere Bär ein Ultimatum von wenigen Stunden, um das Missgeschick auszubügeln. Vincents Drohungen im Ohr, überredet Verne seine hungrige Freunde zu einem Erkundungstrip ins Ungewisse, um in der üppig ausgestatteten Wohnsiedlung auf Essensklau zu gehen. Doch damit halst er sich nur neue Probleme auf. Nach vier Jahren intensiver Arbeit präsentiert das dreihundert Mann starke Team von "Madagascar" und "Shrek" unter der künstlerischen Leitung von Tim Johnson und Karey Kirkpatrick das jüngste Familienspektakel aus der DreamWorks Trickfilmschmiede. Das Grundkonzept ist dabei alles andere als neu: CGI-Zeichnungen nach Kindchen-Schema, große Augen, dicke Backen, Babyspeck. Dazu familiengerecht verpackte Dialoge, und wenn ein Gag gezündet hat, wird gleich der nächste nachgeschoben. Populäre Synchrondarsteller flankieren die mediale Marketingmaschine: In diesem Fall waren es schillernde Auftritte von Bruce Willis, Nick Nolte, Avril Lavigne und William Shatner bei den Filmfestspielen in Cannes. So weit so gut, doch um sich von anderen CGI-Filmen zu unterscheiden, bedarf es immer eines Novums. Dafür hat Filmmogul Jeffrey Katzenberg gesorgt: Vertraute man in der Vergangenheit eher auf bunte Phantasiewelten, brachte man diesmal eine Menschensiedlung ins Spiel, die sich recht stark an der Realität orientiert - und dazu eine digitale Bildästhetik, die in einem bislang einzigartigen Maße photorealistisch ist. Fürs Auge gibt es also neue CGI-Eindrücke, während die Dialoge ganz konventionell Werte wie Freundschaft und Familie preisen. Die deutschen Synchronstimmen Jeanette Biedermann und Götz Otto interpretieren die Geschichte als "Parabel auf die Wegwerfgesellschaft" - zumindest ein satirischer Blick auf das Leben in einer amerikanischen Vorstadt ist offensichtlich. Das Konzept geht auf: Ein Familienspaß mit den Elementen einer Slapstick-Comedy, deren Witze zwar nicht im Gedächtnis nachhallen, aber für die Dauer von 80 Minuten bestens funktionieren. Spaß und Kurzweil garantiert.




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