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Kritik: Eagle Eye - Außer Kontrolle (2008)


Mit "Eagle Eay" legen Steven Spielberg und Darsteller Shia LaBeouf nach "Disturbia", "Transformers" und "Indiana Jones und der Kristallschädel" bereits ihre vierte Zusammenarbeit und dabei auch die zweite mit Regisseur D.J. Caruso vor. Die Idee zu dem Action-Thriller über ein unfreiwilliges Paar in der Gewalt eines schier allmächtigen aber durchgeknallten Überwachungssystems stammt von Spielberg, der sie dem Verleih zu folge bereits Jahre mit sich herumtrug bevor er 2006 endlich die Zeit gekommen sah, ein Autorenteam mit der Ausformulierung des Drehbuchs zu beauftragen - erstaunlich spät angesichts der Tatsache, dass die Grundthemen bereits in unzähligen Filmen, angefangen bei Fritz Langs "Metropolis" über Kubricks "2001 - Odyssee im Weltall" bis hin zu Alex Proyas "I, Robot", beackert wurden.

Entsprechend wenig innovativ kommt denn logischerweise das Ergebnis der Bemühungen der Autoren John Glenn, Travis Adam Wright, Hillary Seitz und Dan McDermott daher. Alle Nase lang fühlt man sich an irgendeinen anderen Action-/SciFi-Klassiker erinnert - wirkliche Spannung ist so zwangsläufig Fehlanzeige. Ein etwas erfahrenerer Kinogänger kann den Plotverlauf unerfreulich früh vorhersehen.
 
Ebenfalls nicht allzu einfallsreich, dafür aber immerhin grundsolide, ist D.J. Carusos Inszenierung. Da das Script kaum wirkliche Suspense aufkommen lässt, hält Caruso drohende Langeweile durch Geschwindigkeit in Schach. Seinen Protagonisten, und damit ja auch den Zuschauern,  gönnt er schlicht und ergreifend nicht eine Sekunde Atempause. So hetzen Shia LaBeouf und Michelle Monaghan Lola-gleich durch den gesamteen Film und bei den zahllosen Action-Szenen lässt Caruso seine Cutter noch mal ein Extra-Schippchen Geschwindigkeit auflegen. Fraglos: Auch so kann man Zuschauer bei der Stange halten.

Größter Pluspunkt ist daher sicherlich die Besetzung von "Eagle Eye". Nicht, dass hier auch nur einer der Darsteller eine für seine Verhältnisse überdurchschnittliche Leistung abgeliefert hätte. Praktischerweise aber wurden mit Shia LaBeouf, Michelle Monaghan, Billy Bob Thornton und xy Darsteller angeheuert, die ohnehin etwas talentierter sind als der Hollywood-Schnitt - und die durchschnittliche Leistung eines überdurchschnittlichen Darstellers ist zwangsläufig immer besser als eine "normale" Durchschnittsleistung.

Fazit: Solider, temporeicher aber mäßig überraschender Action-Thriller, der wirkliche Begeisterung aber vermutlich allenfalls bei jenen (jüngeren?) Action-Fans zu wecken vermag, die die hier geplünderten Vorlagen (noch?) nicht kennen.





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