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Independence Day: Wiederkehr
Independence Day: Wiederkehr
© 20th Century Fox

Kritik: Independence Day: Wiederkehr (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

20 Jahre nach seinem weltweiten Überraschungshit "Independence Day" lässt Roland Emmerich erneut außerirdische Invasoren den Planeten Erde angreifen – und das obwohl der Filmemacher eigentlich nicht viel von Fortsetzungen hält. Was Hollywoods bekanntesten Schwaben nun doch dazu gebracht hat, dieses Sequel abzuliefern, dürfte wohl auch für Fans des ersten Teils ein Rätsel bleiben, denn "Independence Day: Wiederkehr" ist eine große Enttäuschung.

Schon das Original war natürlich alles andere als feinsinnige Filmkunst, aber bot immerhin rasantes Popcorn-Kino mit spektakulären Spezialeffekten, bombastischem Pathos – und selbstverständlich Jeff Goldblum in einer markanten Rolle. Goldblum ist wie fast alle wichtigen Figuren aus "Independence Day" auch hier wieder mit von der Partie (lediglich Will Smith scheint mittlerweile zu teuer zu sein) und darf als David Levinson erneut seinen spröden Charme versprühen. Auch die Effekte können sich neben Stars wie Bill Pullman, Vivica A. Fox, Liam Hemsworth und Charlotte Gainsburg sehen lassen, dennoch will diese filmische Wiederkehr nicht so recht zünden.

Das liegt einerseits daran, dass die Story im Prinzip bereits aus dem ersten Teil bekannt ist und zudem recht unfokussiert erzählt wird. Statt die Handlung voranzutreiben und spannende Akzente zu setzen, verliert sich Emmerich in einer zähen Hommage an den Vorgänger und setzt zu sehr auf die nostalgischen Gefühle des Publikums. Zum anderen fehlt "Independence Day: Wiederkehr" die emotionale Kraft, die das Original bei aller stumpfsinnigen Zerstörungswut ausgemacht hat: So kitschig-herzzerreißende Momente wie den Tod der First Lady sucht man hier vergeblich und so lässt diese Alien-Invasion trotz der vielen menschlichen Opfer ziemlich kalt.

Fazit: In dieser enttäuschenden Fortsetzung zum seinem Hit "Independence Day" setzt Roland Emmerich zu sehr auf die nostalgischen Gefühle des Publikums. Statt eine neue Geschichte zu erzählen, wiederholt diese Wiederkehr bloß die Story des ersten Teils, ohne dabei allerdings deren emotionale Kraft zu entfalten. So bleibt es bei einem effektvoll inszenierten Wiedersehen mit alten Bekannten, das ziemlich kalt lässt.





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