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Die Schlümpfe 2 - Hauptplakat
Die Schlümpfe 2 - Hauptplakat
© Sony Pictures

Kritik: Die Schlümpfe 2 (2013)


Im Jahr 2011 verließen ein paar Schlümpfe ihr Heimatdorf und trafen in New York mit echten Menschen zusammen. Die Familienkomödie "Die Schlümpfe", die die 1958 vom belgischen Comiczeichner Peyo geschaffenen und auf der ganzen Welt bekannten Figuren ins Kino des 21. Jahrhunderts holte, geht nun in die zweite Runde. Regisseur Raja Gosnell inszeniert in der bewährten Mischung aus Animation und Realfilm eine Geschichte, die erneut einen aufregenden Städtetrip und eine Verfolgungsjagd mit Gargamel bietet. Diesmal steht Schlumpfine im Mittelpunkt, die sich mit der schwierigen Frage auseinandersetzen muss, wer sie wirklich sein will: die Tochter von Stief-Papa Schlumpf und ein loyales Mitglied von Schlumpfhausen, oder doch das Kind von Gargamel und Schwester der beiden kleinen Strolche Zicki und Hauie.

Wie schon im ersten Film berät sich der New Yorker Mensch Patrick Winslow mit Papa Schlumpf wieder in Familienfragen. Diesmal verbindet sie das Thema Stiefvater, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen: Papa Schlumpf hat Angst, dass seine liebevolle Beziehung zur Ziehtochter Schlumpfine enden könnte, Patrick hingegen wirft Stiefvater Victor vor, ihn nie geliebt zu haben. Das trubelige Abenteuer mündet in die Botschaft, dass die Familienzugehörigkeit eine Herzensentscheidung ist.

Der Städtetrip entwickelt sich zum turbulenten Abenteuer, das sich zwischen Eiffelturm, Pariser Oper und Notre Dame abspielt. Dem 3D-Format huldigt ein effektvoller Flug von Schlumpfine und ihren Geschwistern auf Störchen durch die Stadt. Ein weiterer visueller Höhepunkt ist ein Riesenrad, das sich aus der Verankerung löst und über die Straßen rollt. Gargamel zaubert, was das Zeug hält, zum Beispiel lässt er seine Katze Azrael in der Oper riesengroß werden und verwandelt Victor in eine sprechende Ente. Dass die Väter generell nicht immer vorteilhaft und stark aussehen, verleiht der Geschichte wiederholt kindgerechte Komik.

Der Humor verwendet auch zeitgemäße Motive, zum Beispiel gibt es selbst in Schlumpfhausen Internet und so etwas wie Facebook. Papa Schlumpfs Begleiter verfügen über lustige Eigenschaften, Clumsy ist der Tollpatsch, Beauty der Selbstverliebte und Muffi der Miesepeter, der sich aber kurzzeitig ins Gegenteil verwandelt. Selbst der böse Gargamel wirkt immer wieder lustig, weil er in seiner Gier so kopflos und vom Pech verfolgt ist. Der Film schafft es fast noch besser als sein Vorgänger, aus den so verschiedenen Figuren und ihren Welten eine stimmige und spannende Story zu fabrizieren, an der auch Kinder im Vorschulalter ihren Spaß haben können.

Fazit: In der bewährten Mischung aus animierten und realen Charakteren schickt die Fortsetzungskomödie "Die Schlümpfe 2" die blauen Zwerge erneut auf Städtereise. Das turbulente und trotz seiner kontrastierenden Figuren rund wirkende Abenteuer konfrontiert Schlumpfine in Paris mit ihrer Herkunft.





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