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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück
© Wild Bunch

Kritik: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Filme mit auffällig langen Titeln von Menschen, die einem bedrückDeend eintönigen Leben entrinnen und sich auf eine große Reise begeben, haben zur Zeit gerade Hochkonjunktur. Am Anfang des Jahres kam Ben Stillers Remake einer alten Hollywood-Komödie mit dem Titel "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" ins Kino. Handlung: Die graue Büromaus Walter Mitty begibt sich auf eine wilde Abenteuerreise und entdeckt am Ende seinen eigenen Wert. Noch wüster wurde es mit der schwedischen Bestseller-Verfilmung "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand". Handlung: Zu seinem einhundertsten Geburtstag macht sich ein Alter im wahrsten Sinne des Wortes auf die Puschen und entdeckt ferne Länder und seine alte Liebe zu Sprengstoff. Jetzt folgt mit "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" eine Literaturverfilmung als deutsche Produktion mit einem britischem Regisseur und überwiegend britischen Darstellern.

Der Hauptdarsteller Simon Pegg ("Shaun of the Dead", 2004) vermag mit seiner Aura des schrägen Langeweilers den gesamten Film zu tragen. Seine trockene Schrulligkeit trägt viel dazu bei, dass diese Selbstfindungskomödie trotz starker Klischee-Lastigkeit ziemlich gut funktioniert. Wenn Hector sich auf seiner Reise stets neue Weisheiten in Bezug auf das Glück notiert, so schwankt deren Inhalt zwar zwischen unerträglichen Plattitüden und tatsächlich nicht unklugen Erkenntnissen. Aber in jedem Fall macht Pegg als Hector dazu ein derart verzückt-verkorkstes Gesicht, dass man über so manchen Unsinn gerne hinwegsieht. Hinzu kommt, dass die Handlung trotz ihrer starken Formelhaftigkeit immer wieder unerwartete Haken schlägt. So lernt Hector auf seiner Reise durch die Welt nicht nur vom guten Essen in einem Luxushotel bis zum sozialen Engagement im afrikanischen Nirgendwo die verschiedensten Formen von Glück kennen. Hector stößt auch immer wieder auf Leid und gerät sogar in Lebensgefahr. - Die letztendliche Moral der Geschichte ist zwar sehr wertkonservativ, aber wirklich verkehrt ist sie deshalb trotzdem nicht.

Fazit: Diese Feelgood-Komödie gefällt trotz ihrer starker Formelhaftigkeit aufgrund ihres trockenen britischen Humors und des schrulligen Hautdarstellers.





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