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Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Zur Weihnachtszeit bringt Disney traditionell einen Animationsfilm für die ganze Familie in die Kinos. Gerne wird dabei ein bekannter Märchenstoff witzig-charmant aufgefrischt oder neu interpretiert. Das muntere Abenteuer zweier ungleicher Schwestern in "Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" greift, wenn auch nur ziemlich lose, auf Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" zurück. Die fröhliche Prinzessin Anna steht im Mittelpunkt einer actionreichen, witzigen Handlung mit nostalgisch angehauchten Bildern und Klängen.

Anna behält stets ihren Optimismus und ihre Neugier und macht es dem Publikum leicht, bei all dem Drama den Spaß nicht zu vergessen. So wenig wie sie selbst aber ihre ältere Schwester Elsa versteht, so schwierig ist es auch für den Zuschauer zu begreifen, was es mit ihrem Angstkomplex auf sich hat. Elsa zaubert spitze Eiszapfen aus dem Nichts, beschwört einen Schneesturm herauf, wenn ihre Furcht die eigenen Kräfte zu unkontrollierbaren Impulsen macht. Sie versucht sie, ihre ganze Jugend hindurch zu unterdrücken und kommt damit dennoch nicht weit. Anna jedoch glaubt, dass Elsas Zauberkraft im Grunde gut ist. Nur weiß auch sie nicht, wie sie der Person helfen kann, die als einzige das Königreich vom ewigen Eis wieder befreien könnte.

Auch wenn die Grundprämisse der Geschichte einigermaßen rätselhaft und schwierig bleibt, sorgt der dramaturgische Aufbau mit seinem gekonnten Timing und Annas vielen Abenteuern dafür, dass man gar nicht erst ins Grübeln kommt. Romantische Komplikationen und eine unerwartete Wendung ergeben sich, indem Anna gleich zwei junge Männer zur Seite gestellt werden: Prinz Hans und der Landbursche Kristoff. Nebenfiguren wie Trolle, ein Rentier, Wölfe, ein roboterhaftes Schneemonster und ein quirliger kleiner Schneemann, der Olaf heißt, würzen die Handlung jeweils entweder mit Witz oder mit Gruselspannung.

Schauplatz der Handlung ist ein Land, das nicht nur wegen seiner Fjorde an Norwegen erinnert. Auch die Muster der Strickkleidung, die Architektur und ein paar folkloristisch parodierte Gestalten fügen sich in das skandinavische Ambiente. Gleichzeitig aber spielt die Geschichte in einer Vergangenheit, als die Frauen noch lange Korsettkleider trugen und Segelschiffe im Hafen ankerten. Die visuelle Gestaltung in 3D findet in der Winterlandschaft reizvolle Motive. Sie gipfeln in dem aus Eiskristallen bestehenden Schloss, das sich Elsa auf einem hohen Berg zaubert.

Die Kulissen sorgen für eine entrückte, leicht märchenhafte Atmosphäre, die auch die beschwingten Gesangseinlagen prägt. Anna und Elsa dürfen ihren Träumen und Sehnsüchten Ausdruck verleihen, wie man es aus charmanten Musicals alter Schule kennt. Die Mischung all dieser verschiedenen Teile, die sich so gut ergänzen, macht den Film zum flotten, ansprechenden Vergnügen.

Fazit: Der Disney-Weihnachtsfilm ist ein flottes, märchenhaftes Animationsabenteuer vor winterlicher Kulisse, bei dem die Mischung aus Action, Komik, Nostalgie und optischen Reizen stimmt.





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