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Men in Black: International
Men in Black: International
© Sony Pictures

Kritik: Men in Black: International (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit der Science-Fiction-Komödie "Men in Black: International" erhält die "Men in Black"-Reihe (1997-2012), die auf den Comics von Lowell Cunningham basiert, einen vierten Teil beziehungsweise ein Reboot mit nahezu komplett neuem Cast; einzig Emma Thompson, die schon im dritten Teil als Agent O zu sehen war, ist noch mit von der Partie. Der Regisseur F. Gary Gray bringt mit Werken wie "The Italian Job" (2003) oder "Fast & Furious 8" (2017) reichlich Action-Erfahrung mit – und setzt die vielen Verfolgungsjagden, Rettungsmissionen und Kämpfe erwartungsgemäß temporeich um. Das Drehbuch von Matt Holloway und Art Marcum fällt indes recht enttäuschend aus. Die Plot-Twist sind allzu durchschaubar und die Figuren werden oberflächlich gezeichnet. Dass der Film dennoch über einen gewissen Unterhaltungswert verfügt, ist in erster Linie dem spielfreudigen Duo im Zentrum zu verdanken.

Tessa Thompson ("Creed: Rocky's Legacy") und Chris Hemsworth waren bereits in "Thor: Tag der Entscheidung" (2017) und "Avengers: Endgame" (2019) ein gut funktionierendes Team – und (dis-)harmonieren auch in "Men in Black: International" perfekt miteinander. Gewiss ist das Narrativ eines ungleichen Duos, das sich im Zuge einer Mission zusammenraufen muss und sich dabei zu schätzen lernt, nicht neu; Thompson und Hemsworth interpretieren das Ganze aber sehr amüsant. Eine gelungene Ergänzung ist dabei noch der kleine CGI-Krieger Pawny als Dritter im Bunde, der etliche one-liner zu dem Geplänkel zwischen den beiden Hauptfiguren beisteuert. Neben der wie üblich großartigen Emma Thompson in zwei prägnanten Auftritten bleibt das restliche Ensemble eher schwach – sei es Liam Neeson als Vorgesetzter, Rafe Spall als missgünstig erscheinender Kollege oder Rebecca Ferguson als fiese Herrscherin.

Die diversen extraterrestrischen Kreaturen (darunter ein lebender Bart) sowie die skurrilen Fahrzeuge und Gadgets der Men in Black und die häufig wechselnden Schauplätze (etwa Paris, Brooklyn, London und Marrakesch) sorgen für Kurzweil, können letztlich jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Neustart der Reihe kaum etwas zu erzählen hat.

Fazit: Tessa Thompson und Chris Hemsworth sind ein starkes, unterhaltsames Gespann, die Geschichte des Films hat allerdings zu wenig Raffinesse.




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