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Kritik: Monuments Men - Ungewöhnliche Helden (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Der Abenteuerklamauk "Monuments Men" war einer der eindeutigen Tiefpunkte auf der diesjährigen Berlinale. Es ist kein Geheimnis, dass dieser Film nur deshalb in Berlin seine Deutschlandpremiere erleben durfte, da man auf diese Weise Clooney und Matt Damon in die Hauptstadt locken konnte. Dieser erhöhte Glamourfaktor war jedoch äußerst teuer erkauft, mit einem Machwerk, das bei seiner Pressevorführung verdientermaßen Buhrufe erntete. Aus der auf historischen Tatsachen beruhenden Buchvorlage von Robert M. Edsel ("The Monuments Men: Allied Heroes, Nazi Thieves and the Greatest Treasure Hunt in History") machte Amerikas beliebtester linker Aktivist und Nespresso-Strahlemann George Clooney nicht einmal wie bei seinen vorherigen Filmen einen halbwegs spannenden und politisch korrekten Thriller, sondern einfach nur dummdreisten Klamauk.

"Monuments Men" ist ein naiv-infantiler Abenteuerfilm, der in seinen Figurenzeichnungen so holzschnittartig ist, dass man sich in platt-nationalistische Hollywoodschinken der frühen Nachkriegszeit zurückversetzt fühlt. Letzteres ist immerhin scheinbar selbst Regisseur Clooney aufgefallen. Doch wo andere die Angelegenheit wenigsten schön postmodern ironisieren würden, setzt Meister Clooney ganz selbstbewusst auf Slapstick-Humor der billigsten Art. So enthält der Film immerhin vereinzelte Momente, die aufgrund ihres unvergleichlichen "so bad, it's good"-Faktors für unfreiwillige Unterhaltung sorgen. Ein einsamer Höhepunkt an Blödheit ist erreicht, wenn Matt Damon in einem stillgelegten Bergwerk auf eine Miene tritt. Nachdem er seinen Kumpel Clooney zu Hilfe ruft, fragt jener: "Hey Mann, wieso machst du denn so etwas?" Damon: "Keine Ahnung". Auftritt Bill Murray: "Hey Mann, wieso machst du den so etwas?" Damon: "Das hat mich dein Freund auch schon gefragt!".

Fazit: George Clooneys fünfte Regiearbeit ist dumm-dreister und unverhohlen nationalistischer Klamauk, der höchstens aufgrund seines ungewollt hohen Trashfaktors für ein Mindestmaß an Unterhaltung sorgt.




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