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Assassins Creed
Assassins Creed
© 20th Century Fox

Kritik: Assassin's Creed (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Zeiten, in denen die "Assassin's-Creed"-Videospiele für ihre Innovationen gefeiert wurden, liegen nun auch schon einige Jahre zurück. Ein Ende der Reihe bedeutet das selbstverständlich nicht: Immer wieder werden neue Games auf den Markt gebracht, die das Spielerlebnis des Originals von 2007 vor allem in technischer Hinsicht updaten.

Justin Kurzels Verfilmung kommt da vielleicht etwas zu spät, um den ganz großen Hype zu bedienen, aber immerhin dürfte die Franchise beinahe eine Dekade nach ihrem Start vielen potenziellen Zuschauern ein Begriff sein. Die Fans des Spiels werden von Kurzel dementsprechend mit vertrauten Bildern umgarnt. Dem Regisseur und seinem Team ist es nämlich durchaus gelungen, den Look der Vorlage einzufangen.

Beinahe etwas überraschen kann allerdings die namhafte Besetzung: Neben Michael Fassbender und Marion Cotillard, die beide auch schon für Kurzels "Macbeth" (2015) vor der Kamera standen, gehören so hochkarätige Schauspieler wie Jeremy Irons und Charlotte Rampling zum Cast. Im Angesicht der dünnen Story sowie den eindimensionalen Figuren kann man hier durchaus von verschwendetem Talent sprechen. Denn nicht bloß die Nebenfiguren bleiben blass, sondern auch Fassbender in der Hauptrolle vermag nicht zu faszinieren.

So sind es neben den Schauwerten sowie dem opulenten Soundtrack in erster Linie die Actionszenen, die "Assassin's Creed" ausmachen. Doch auch hier enttäuscht Kurzels Version des Games: Die Kämpfe sind blutleer, monoton inszeniert und finden meist vor viel zu dunkler Kulisse statt. In die endlose Serie katastrophaler Videospieladaptionen mag sich Kurzels ambitioniertes Projekt trotz seiner eindeutigen Schwächen zwar nicht einreihen, mehr als durchschnittliche Genreware bietet dieser Actionfilm allerdings nicht.

Fazit: Diese ambitionierte und hochkarätig besetzte Videospielverfilmung fängt zwar den Look der Vorlage gut ein, aber enttäuscht sonst in mancherlei Hinsicht. Besonders die schwache Story sowie monoton inszenierte Actionszenen sorgen dafür, dass "Assassin's Creed" lediglich durchschnittliche Genrekost bietet.





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