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Genius - Die tausend Seiten einer Freundschaft
Genius - Die tausend Seiten einer Freundschaft
© Wild Bunch

Genius - Die tausend Seiten einer Freundschaft (2016)

Genius

US-Biopic: In den 1920er-Jahren entdeckt ein New Yorker Lektor ein neues literarisches Genie: den bis dahin noch vollkommen unbekannten Autor Tom Wolfe.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 3 Besucher eine Bewertung abgegeben.


In den Zwanzigerjahren in New York arbeitet im Verlagshaus Scribner’s Sons der Lektor Max Perkins (Colin Firth). Er war der erste, der Bücher von Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald veröffentlicht hat. Eines Tages landet ein wildes, ungeordnetes Skript von Tausend Seiten auf seinem Schreibtisch, das zuvor bereits von sämtlichen anderen Verlagen der Stadt abgelehnt wurde. Es handelt sich um die Rohfassung des ersten Buchs des noch gänzlich unbekannten Thomas Wolfe (Jude Law). Perkins ist überzeugt hier ein wahres literarisches Genie entdeckt zu haben. In schier endloser Arbeit machen sich die beiden Männer daran, das Werk in eine publizierbare Form zu bringen. Hierbei kommen sich der sanfte Familienmensch Perkins und der exaltierte Autor Wolfe näher, was insbesondere von Wolfes Lebensgefährtin (Nicole Kidman) eifersüchtig beäugt wird...

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Genius


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Das Biopic "Genius" basiert auf A. Scott Bergs Biografie "Max Perkins: Editor of Genius", die von dem Drehbuchautor John Logan für die große Leinwand adaptiert wurde. Regie führt der Londoner Theaterregisseur Michael Grandage, der hiermit sein Kinodebüt gibt. "Genius" zentriert sich um die menschliche Beziehung zweier sehr unterschiedlichen Männer. Hierbei brilliert Colin Firth in der Rolle des sensiblen und bedächtigen Lektors Max Perkins, während Jude Law recht theatralisch den exaltierten Autor Tom Wolfe mimt. Aus dem Kontrast und der Reibungsfläche dieser beiden Charaktere schöpft "Genius" seine Spannung - insofern jene vorhanden ist...

Denn obwohl der Drehbuchautor John Logan und der Regisseur Michael Grandage hier nichts falsch machen, fehlt "Genius" jede Originalität, was umso stärker auffällt, da der Film das Geniale direkt im Titel trägt. Wolfe mag ein wildes literarisches Genie gewesen sein, das sich nicht an die Regeln gehalten und neue Ausdrucksformen geschaffen hat - Doch all dieses fehlt komplett diesem braven Biopic, dass sehr konventionell und schön chronologisch vorgeht. - Selbst die Momente maximaler Dramatik wirken ein wenig schal.

An einer Stelle schleppt Wolfe Perkins in einen verrauchten Jazz-Schuppen, in dem sie die beiden einzigen Weißen sind, damit sein braver puritanischer Lektor ein Gefühl für diesen neuen Rhythmus gewinnt, welcher die Inspirationsquelle für seine Literatur bilde. Dies ist eine der lebendigsten Szenen im Film. Nur hätte Wolfe gut daran getan, auch den Regisseur dieses Films zu den wilden Jazz-Musikern mitzunehmen, denn auch dieser ist ein braver Puritaner, der sehr viel Verständnis für Perkins, aber nur wenig für Wolfe hat.

Fazit: "Genius" ist ein solides Biopic, in dem insbesondere Colin Firth als Tom Wolfes aufopferungsvoller Lektor überzeugt. Wahres Genie geht diesem braven Film jedoch leider komplett ab.




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Land: USA, Großbritannien
Jahr: 2016
Genre: Drama
Länge: 104 Minuten
Kinostart: 11.08.2016
Regie: Michael Grandage
Darsteller: Nicole Kidman als Aline Bernstein, Jude Law als Thomas Wolfe, Colin Firth als Max Perkins
Verleih: Wild Bunch

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