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Lucy (2014)

Französische Sci-Fi-Action: Das Partygirl Lucy bekommt aufgrund widriger Umstände eine Überdosis einer neuen Wunderdroge ab. Der Vorteil: Nach und nach werden in ihrem Hirn die normalerweise brachliegenden 90% geistiger Kapazität aktiviert. Der Nachteil: Ihr bleiben nur noch 24 Stunden zu leben...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

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Die Amerikanerin Lucy (Scarlett Johansson) studiert und feiert in Taiwan. Nach durchzechter Nacht trifft sie auf ihren verrückten Bekannten Richard (Pilou Asbaek). Der befestigt gegen Lucys Willen mit einer Handfessel einen silbernen Koffer mit brisantem Inhalt an ihrem Handgelenk. Deshalb muss Lucy zu Mr. Jang (Choi Min-sik), da der als einziger den Schlüssel für die Handfessel besitzt. Es zeigt sich, dass der Koffer vier große Plastikbeutel mit einer neuen Wunderdroge enthält. Bei dieser handelt es sich um synthetisches CPH4. Natürliches CPH4 wird in winzigen Mengen während der Schwangerschaft im Mutterleib produziert und löst beim Kind einen enormen Entwicklungsschub aus. Hochdosiert wirkt CPH4 stark euphorisierend. Die Droge soll in Europas Partyszene der neue Kracher werden. Lucy und drei weiteren unfreiwilligen Kurieren wird jeweils ein Beutel der Droge in den Bauch eingenäht. Als ein brutaler Aufseher Lucy mit voller Wucht in den Magen tritt, reißt das Plastik ein. Eine tödliche Überdosis der Droge entweicht. In Folge beginnen die Synapsen in Lucys Hirn wild zu summen und zu zucken. Nach und nach brechen in ihrem Gehirn alle leistungsbegrenzenden Schranken in sich zusammen...

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Lucys geistige Kapazität steigt also von einer – angeblich laut Einstein – normalen 10%-igen Hirn-Nutzung unaufhörlich in Richtung 100% Prozent. - Was das für Folgen hat, kann nicht einmal der Hirnforscher Samuel Norman (Morgan Freeman) abschätzen. Doch der Kinobesucher ist live bei diesem Spektakel dabei: Lucy wird in erster Linie nicht immer intelligenter, sondern verfügt in zunehmenden Maße über eine ins Übersinnliche hinein gesteigerte Wahrnehmung und entwickelt später sogar übersinnliche Fähigkeiten. Zugleich beginnt das Raumkontinuum zu wanken – klar ersichtlich an der Sprengung jeder logischen Fundierung des in seiner schier unglaublichen Absurdität immer haarsträubender werdenden Plots:

Mal ruft Lucy bestimmte Personen an, um wichtige Erkundungen einzuholen. Zugleich haben sich ihre mental-mentalistischen Fähigkeiten jedoch bereits so weit entwickelt, dass sie sowieso den Gedankeninhalt – und damit auch das Wissen – jeder beliebigen Person direkt anzapfen kann. - Doch der Zuschauer versteht: Irgendetwas muss Lucy schließlich tun, sonst wäre der Film an dieser Stelle je bereits vorbei. - Ist auch egal: Hauptsache das Ganze sieht nur schön wild aus. Und das tut es tatsächlich. Schließlich ist Luc Besson Frankreichs Kino-Wunderkind und der einzige europäische Filmemacher, der es in Hinblick auf actiongeladenes Überwältigungskino mit Hollywood aufnehmen kann. Man erinnere sich nur an den bonbonbunten und vollkommen durchgeknallten Sci-Fi-Camp "Das fünfte Element" (1997), in dem Milla Jovovich zur mystischen Superwoman mutierte.

Jetzt legt Besson mit "Lucy" noch einmal mächtig einen drauf und verwandelt Scarlett Johansson in den ersten Menschen einer neuen Übermenschenart. Nicht umsonst heißt die von Johansson verkörperte junge Frau Lucy. Denn dies ist auch der Name, den Wissenschaftler dem real existierenden Skelett des ersten bekannten Menschen gaben. Deshalb ist die Scarlett in bisher unbekannte hochgeistige Sphären beamende Superdroge ausgerechnet eine Substanz, die tatsächlich im weiblichen Körper vorkommt und die dort während der Schwangerschaft beim Baby einen gewaltigen Boost bewirkt. Besson boosted fleißig mit und entfaltet ein überbordenes und aus allen Nähten platzendes visuelles Spektakel, das man so noch nie gesehen hat. Aus diesem Grunde hat sich der Franzose computertechnische Unterstützung bei George Lucas' CGI-Schmiede Industrial Lights and Magic geholt. Das Ergebnis ist das grellste visuelle Knallbonbon seit langem. Deshalb: Einfach das Hirn auf 1%-Nutzung herunterschalten und die Augen dafür umso weiter aufsperren. Dann entfaltet sich hier ein Kinoerlebnis der ganz besonderen, weil vieldimensionalen Art!

Fazit: Dafür, dass Luc Bessons neueste Regiearbeit von der vollen Ausschöpfung der menschlichen geistigen Kapazität handelt, ist das ebenfalls von ihm geschriebene Drehbuch reichlich dämlich. Aber wenn man einfach das Hirn ausschaltet und die Augen aufsperrt, offenbart sich ein visuell einzigartiges Camp-Vergnügen.




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FBW: besonders wertvollAuch wenn (oder gerade weil) sich Luc Besson in den letzten Jahren mehr aufs Produzieren denn auf die Regie konzentriert hat, blickt das Publikum und die Fachwelt gespannt auf jedes neue Werk von ihm und zieht fast unweigerlich Vergleiche zu [...mehr]

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Land: USA
Jahr: 2014
Genre: Action, Science Fiction
Länge: 89 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 14.08.2014
Regie: Luc Besson
Darsteller: Scarlett Johansson als Lucy, Analeigh Tipton, Morgan Freeman
Verleih: Universal Pictures International

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