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Der kleine Rabe Socke 2 - Das grosse Rennen
Der kleine Rabe Socke 2 - Das grosse Rennen
© Universum Film

Kritik: Der kleine Rabe Socke 2 - Das große Rennen (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Für den frechen Raben aus den Kinderbüchern von Nele Moost und Annet Rudolph gibt es nach dem Kino-Einstand im Jahr 2012 nun ein zweites Animationsabenteuer. Der wieder vom Regieduo Ute von Münchow-Pohl und Sandor Jesse inszenierte Film bietet ein Wiedersehen mit den Waldtieren, in deren Gemeinschaft Frau Dachs die einzige Erwachsene ist. Nicht zum ersten Mal handelt sich Socke ihren Vorwurf ein, er denke nur an sich. Aber der Rabe ist gewitzt genug, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden: Nachdem die ganze Ernte futsch ist, sind die Waldtiere geradezu auf das Preisgeld angewiesen, das ihm winkt, wenn er seinen Traum wahrmacht und mit seiner Seifenkiste an einem Rennen teilnimmt. So entsteht ein aufregendes Abenteuer, das wie gewohnt farbenfroh und kindgerecht daherkommt.

Der Rabe Socke meint, er sei kein "Egolist", denn er habe schon länger gar nicht an sich gedacht, nur an seine Seifenkiste. Um einen frechen Spruch ist der pfiffige Vogel nie verlegen. Jan Delay leiht der Hauptfigur wieder die unverwechselbare Stimme und singt für ihn auch die Lieder im Film. In Nebenrollen tauchen auch Sockes Freunde Eddi-Bär und Fritzi auf, sowie die ebenfalls markanten Charaktere Wildschwein Stulle, Schaf Wolle, Hase Löffel oder die Biberjungen. Erneut befindet sich Socke im Konflikt mit den anderen, die ihm den Verlust der Ernte anlasten. In dem Papagei Rinaldo findet er aber nicht nur einen Konkurrenten beim Rennen, sondern auch einen potenziellen Freund, der ebenfalls Probleme hat: Sein ehrgeiziger Vater drängt ihn dazu, Rennfahrer zu werden, obwohl er lieber Flöte spielen möchte. Während des Rennens scheren Socke und Rinaldo zwischendurch auch mal aus und machen gemeinsame Sache. So entstehen charmante Inseln für Spiel und Gefühl inmitten des Wettkampf-Szenarios.

Das Autorennen auf den Waldwegen wird nicht nur sehr schön und turbulent animiert, sondern auch inhaltlich reizvoll gestaltet. Als Running Gag dient ein kleiner Maulwurf, der mit einem Bohrer auf Rädern startet und den Parcours weitgehend unterirdisch absolviert. Wie in der Formel 1 geht es um riskante Überholmanöver, Teamarbeit bei der Pannenhilfe und das Mitfiebern der Zuschauer. Gerhard Delling leiht dem Rennleiterbiber mit dem Megafon seine Stimme. Kein Fahrzeug gleicht dem anderen und Kreativität ist gefragt, wenn mal etwas kaputtgeht. Die genau konturierten Figuren und das Tempo des kurvenreichen, bergauf und bergab führenden Rennens stehen in hübschem Kontrast zu den gemalten 2D-Hintergründen mit den herbstlich gefärbten Bäumen. Dieser Film überzeugt mit seiner kindgerechten Balance zwischen Kontemplation und Abenteuer, Witz und Gefühl, und seiner liebevollen Gestaltung.

Fazit: Im zweiten Abenteuer des frechen schwarzen Kinderbuch-Vogels durchzieht den Wald knisternde Rennatmosphäre. Der liebevoll und farbenfroh animierte Film unterhält zielgruppengerecht mit einer fröhlichen Mischung aus Witz, Gefühl und Action.




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