Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und...hwand
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
© Concorde

Kritik: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (2013)


Freunden des makaberen, trockenen Humors sei die Verfilmung von Jonas Jonassons Bestseller "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" empfohlen: Der alte Schwede Allan Karlsson folgt dem Rat seiner jung verstorbenen Mutter und beschließt, seinem Leben am Tag seines hundertsten Geburtstag noch mal eine neue Richtung zu geben, indem er heimlich aus dem Fenster seines Altersheims verschwindet - in welchem er unfreiwillig landete, nachdem er die Ermordung seines Katers Molotov rächte.
Mehr zum Inhalt zu verraten, würde den Genuss seiner skurrilen Abenteuer in dem Roadmovie vermutlich etwas verderben, daher nur so viel: Vor seinem Fenster beginnt eine Reise, von der Forrest Gump träumen könnte, wenn Emir Kustirica seine Träume inszenieren würde... ein witziger Lichtblick der – wie üblich – eher schwermütigen Berlinale-Beiträge. Der Film besticht außerdem durch hervorragendes Make-up: Robert Gustafsson überspannt locker fünf Jahrzehnte. Was das Vergnügen jedoch trübt, ist die Tatsache, dass ein gequälter Elefant mit trauriger Vergangenheit für die Dreharbeiten eingesetzt wurde, wie Animal Defenders International (ADI) und PETA Deutschland e.V. vor wenigen Tagen berichteten. Regisseur Felix Herngren ist seit 1990 vor und hinter der Kamera tätig - man sollte also meinen, dass er besinnt genug ist, zu recherchieren, woher er einen tierischen Hauptdarsteller bezieht.

Fazit: Makaber-witziger schwedischer Roadmovie mit sympathischen Hauptdarstellern und überraschenden Wendungen (sofern man das Buch nicht kennt).




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.