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Rico, Oskar und der Diebstahlstein
Rico, Oskar und der Diebstahlstein
© 20th Century Fox

Kritik: Rico, Oskar und der Diebstahlstein (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Die "Rico und Oskar"-Fälle zählen zu den erfolgreichsten und beliebtesten Kinderkrimi-Geschichten der letzten Jahre – sowohl in Buchform als auch die jeweiligen Adaptionen fürs Kino. Erfunden hat sie der Kinder-, Jugendbuch- und Drehbuchautor Andreas Steinhöfel Ende des letzten Jahrzehnts. Mit dem ersten Roman der Reihe – "Rico, Oskar und die Tieferschatten" – gewann Steinhöfel den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie "Kinderbuch". Die Vorlage zum neuen Film, "Rico, Oskar und der Diebstahlstein", erschien 2011, verfilmt wurde das Buch von der Bremer Regisseurin Neele Vollmar. Vollmar drehte schon den ersten Teil, nachdem ihr einige Jahre zuvor mit der Komödie "Maria, ihm schmeckt‘s nicht" der Durchbruch gelang.

"Rico, Oskar und der Diebstahlstein" steht der Qualität der Vorgänger – und hier vor allem des ersten Teils – in nichts nach. Dies liegt vor allem an der ausgewogenen Mischung aus spannendem Kriminalfall und lebensklugen, nützlichen Weisheiten bzw. alltäglichen, (zwischen-) menschlichen Vorfällen und Problemen der Protagonisten untereinander, die den Zuschauern bekannt vorkommen dürften. Denn im dritten und letzten Teil präsentiert die Reihe mehr denn je facettenreiche, gefühlvolle Geschichten rund um die Themen Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Dabei wird es aber nie zu kitschig oder aufgesetzt, wenn z.B. Oskar und sein Vater ihren Zwist beizulegen versuchen oder die beiden Freunde auch immer wieder selbst mal aneinander geraten.

Ein – für Kinder und Jugendliche konzipierter – Kriminalfilm ist der Film zwar erst in zweiter Linie, dennoch: Spannung und Unterhaltung kommen gleichermaßen auf, wenn die zwei Freunde auf eigene Faust und ohne Unterstützung diverse Gefahren und brenzlige Situationen selbstständig lösen müssen: von der Zugfahrt an die Ostsee bis hin zu scheinbar ganz einfachen, gewöhnlichen Dingen wie der Essens-Bestellung in einem Restaurant. Hier hat eine der vielen namhaften Nebendarstellerinnen (u.a. neben Karoline Herfurth oder Katharina Schüttler) einen ebenso witzigen wie unkonventionellen Auftritt: Heike Makatsch als überkandidelte Bedienung, die auf übertriebene Weise ihren Gästen jeden Essens-Wunsch vorhersagen kann – ein Blick auf das Äußere des Gasts genügt.

Überhaupt sind es auch hier wieder die vielen illustren, bunten Nebencharaktere, die einen großen Reiz ausmachen: von Henry Hübchen als unverbesserlicher Charmeur über Milan Peschel als Nachbar Fitzke (beide sind in ihren Rollen kaum widerzuerkennen) bis hin zu Fahri Yardim als trotteliger Kleinganove.

Fazit: Locker-leichte, amüsante Krimi-Komödie mit vielen klugen Ratschlägen und Lebensweisheiten für die Zielgruppe der acht- bis 14-jährigen, angereichert mit einer bunten Schar illustrer Nebenfiguren.





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