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The First Avenger: Civil War
The First Avenger: Civil War
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Captain America vs. Iron Man

Tom Tykwer und Tom Hanks reisen nach Saudi-Arabien

Eine wunderbare Kinowoche beginnt: Intelligente Hollywood-Unterhaltung mit dem Marvel-Blockbuster "Captain America: Civil War" und dem biographischen Drama "Bauernopfer" über den US-Schachspieler Bobby Fisher, dazu noch zwei empfehlenswerte deutsche Produktionen für Jung (der dritte "Rico & Oskar"-Streifen) und Alt (die neue Kollaboration der beiden Toms Hanks und Tykwer bei "Ein Hologramm für den König").

"Captain America: Civil War"

Fantasy-Film
USA
147 Minuten
FSK 12

US-Comic-Verfilmung: Die Regierung will das Superhelden-Team "Avengers" unter die Aufsicht eines Kontrollgremiums stellen. Dadurch kommt es zu einem Konflikt zwischen Iron Man (Robert Downey Jr.), der die Kontrolle befürwortet, und seinen Mitstreitern (Chris Evans, Scarlett Johannson, Jeremy Renner, Elizabeth Olson, Paul Rudd und Tom Holland) die dagegen rebellieren. Nächste Stufe im Marvel Cinematic Universe: Das Kreuzen der verschiedenen Superhelden geht weiter, und die Anwesenheit von Iron Man, dem mit Abstand erfolgreichsten Solo-Avenger, sollte einen Erfolg an den Kassen garantieren.

Aber nicht nur deshalb. Glaubt man den ersten Zuschauerstimmen und den Kritikern, die eben noch die Warner Brothers-Konkurrenz "Batman vs. Superman" verdammt haben, ist den Regiebrüdern Anthony und Joe Russo, die bereits den vorherigen "Captain America: The Winter Soldier" ("The Return of the First Avenger") leiteten, für Walt Disney Studios ein Geniestreich gelungen: Ein zum Nachdenken anregender Fantasy-Film, der einen entschieden un-comichafte Geschichte erzählt und trotzdem nicht an Action spart. Gedreht wurde der Streifen, in dem auch Daniel Brühl mitwirkt, unter anderem im Berliner Olympia-Stadion und auf dem Flughafen
Leipzig/Halle in Schkeuditz. Unser Kritiker Christopher Diekhaus findet: "So darf es im Marvel-Universum ruhig weitergehen!" Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Ein Hologramm für den König"
Drama
Deutschland
98 Minuten
FSK 6

Deutsches, aber auf Englisch gedrehtes Drama über einen amerikanischen Geschäftsmann (Tom Hanks), der zur Rettung seiner Karriere dem König von Saudi-Arabien ein neues holographisches IT-Produkt verkaufen will. In dem fremden Land macht er neue Erfahrungen, die sein Leben verändern. Tom Tykwer hat sich nach "Cloud Atlas" erneut mit Tom Hanks zusammen getan und erzählt mit viel Ruhe diese sympathische, aber leider völlig vorhersehbare Geschichte (besonders wenn man den Trailer bereits gesehen hat). Der deutsche Regisseur hat auch das Drehbuch verfasst und dabei den gleichnamigen Roman von Dave Eggers aus dem Jahr 2012 adaptiert. Der eindeutige Aktivposten des insgesamt freundlich beurteilten X Verleih-Produktion, dessen Dreharbeiten bereits fast zwei Jahre zurück liegen, ist der Hauptdarsteller. Unsere Kritikerin Bianka Piringer lobt: "Eine frische und kantige Literaturverfilmung mit gutem tragikomischem Gespür." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Ich bin tot, macht was draus!"
Komödie
Belgien
95 Minuten
FSK 6

Belgische Komödie über die alternden Mitglieder einer Rockband aus Belgien, die ihre erste US-Tournee antreten wollen. Als der Sänger (Jacky Lambert) kurz vorher stirbt, beschließen seine trauernden Freunde, die Tour ihm zu Ehren und mit seiner Asche im Gepäck trotzdem anzutreten. Die Brüder Guillaume und Stéphane Malandrin haben diesen in Frankreich mit einer César-Nominierung für den "Besten ausländischen Film" bedachten Camino Filmverleih-Streifen inszeniert und geschrieben und freundliche Kritiken und Zuschauerrekationen erhalten. Unser Kritiker Gregor Torinus ist nur halbwegs überzeugt: "Der Film gefällt durch seinen skurrilen Humor, der jedoch teilweise ein wenig zu bemüht daherkommt."

"Bauernopfer"
Drama
USA
115 Minuten
FSK 6

US-Sportdrama über das Schach-"Wunderkind" Bobby Fischer (Tobey Maguire) und dessen berühmtes Weltmeisterschafts-Turnier gegen den russischen Großmeister Boris Spassky (Liev Schreiber) im Jahr 1972. Der dialogorientierte StudioCanal-Film von Edward Zwick ("Love and Other Drugs") zeigt in Rückblenden Kindheitsmomente von Bobby Fischer, konzentriert sich im Wesentlichen aber auf die Vorbereitungen der Weltmeisterschaft und den Wettbewerb selbst. Der packende Streifen ruht auf den Schultern des einfühlsam agierenden Tobey Maguire. Die Kritiken sind gut, und zu den Fürsprechern von "Pawn Sacrifice" gehört auch unsere Kollegin Bianka Piringer: "Das bewegende und vor Spannund knisternde Drama ist stilvoll und zugleich aufwühlend in die vom Kalten Krieg geprägte Epoche eingebettet." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Ratchet and Clank"
Animationsfilm
USA
94 Minuten
FSK 6

Amerikanischer 3D-Animationsfilm nach der gleichnamigen Videospiel-Serie. Im Mittelpunkt der Science Fiction-Geschichte stehen ein fuchsähnlicher Außerirdischer und ein kleiner Roboter, die gemeinsam die Galaxie vor der Zerstörung durch einen finsteren Bösewicht retten müssen. Ursprünglich sollte der Constantin-Streifen von Kevin Munroe ("Teenage Mutant Ninja Turtels") und Jericca Cleland bereits letztes Jahr starten und ist in den USA den Kritikern nicht gezeigt worden. Unser Rezensent Carsten Moll hatte das Missvergnügen: "Dieser technisch aufwendigen Videospielverfilmung mangelt es an Finesse. Besonders Story und Figurenzeichnung leiden unter dem Fokus auf spektakuläre Effekte." Wenn überhaupt, dann ist dieser Zeichentrickfilm etwas für die ganz jungen Zuschauer, aber auf die erste überzeugende Videospiel-Adaption wartet die Kinowelt noch immer.

"Rico, Oskar und der Diebstahlstein"
Abenteuerfilm
Deutschland
94 Minuten
FSK 0

Deutscher Kinder-Abenteuerfilm über zwei Freunde (Anton Petzold und Juri Winkler), die auf der Jagd nach einem gestohlenen Edelstein zahlreiche turbulente Abenteuer erleben. Ein neues Jahr, ein neuer "Rico und Oskar". Der dritte Streifen nach der Jugendbuchreihe von Andreas Steinhöfel basiert auf dem gleichnamigen Buch aus dem Jahr 2011. Wie beim ersten Teil "Rico, Oskar und der Tieferschatten" hat Neele Leana Vollmer Regie geführt. Gedreht wurde die 20th Century Fox-Produktion in Leipzig und an der Ostsee. Unser Kritiker Björn Schneider ist angetan: "Locker-leichte, amüsante Krimi-Komödie mit vielen klugen Ratschlägen und Lebensweisheiten für die Zielgruppe der Acht- bis 14-Jährigen, angereichert mit einer bunten Schar illustrer Nebenfiguren." Unsere Empfehlung: Reingehen!



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