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Willkommen im Wunder Park
Willkommen im Wunder Park
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Willkommen im Wunder Park (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Sage und schreibe drei Produktionsstudios waren an der Umsetzung und Realisierung des Films beteiligt: Paramount Animation, Nickelodeon Movies sowie das spanische Unternehmen Ilion Animation Studios. Nickelodeon kündigte bereits vor dem Kinostart von "Willkommen im Wunder Park" an, noch in diesem Jahr eine animierte TV-Serie aus dem Stoff machen zu wollen. Die Hauptfigur June wird in der deutschen Fassung von Popstar Lena Meyer-Landrut gesprochen.

Die Idee, einen riesigen, zauberhaften Themenpark stellvertretend für Junes Erlebnisse, Ideen, Gefühlszustände und ihre Phantasie stehen zu lassen, ist großartig. Auch wenn bei diesem Szenario freilich Erinnerungen an den herzerwärmenden Film "Alles steht Kopf" wach werden, der den (menschlichen) Emotionen und Gefühlsregungen ihre Bedrohlichkeit nahm. Ganz so intelligent und gewitzt ist "Willkommen im Wunderpark" nicht geraten, für knapp 90 Minuten aber entführt die technisch überzeugende Produktion dennoch in eine geheimnisvolle, einfallsreich gestaltete Welt, in der man sich vergessen und verlieren kann.

Darüber hinaus verweisen die Macher mit der mutigen, selbstbewussten Hauptfigur sowie der wichtigen Botschaft auf die Macht der kindlichen Phantasie – und den Umstand, dass Kinder eben einen ganz eigenen, individuellen (und verspielteren) Umgang mit Trauer, Schmerz und Angst haben. June hat sich eine magische Traumwelt erschaffen, in die sie sich flüchtet. In der sie aber auch Erlösung und Heilung findet. Und das nicht zuletzt dank ihrer Tier-Freunde im Park, die Junes Hilfe im Kampf gegen die äußere Bedrohung (deren Ursprung ja wiederum direkt in June liegt) benötigen.

Die optische Pracht und die visuelle Vielfalt könnten jüngere Zuschauer jedoch überfordern. Stellenweise wirkt der Film mit seinen (ziemlich rasanten) Actionszenen, den irrwitzigen Achterbahnfahrten sowie den unzähligen Attraktionen und vielen kleinen Details zu überladen. Die Gefahr der Reizüberflutung ist daher nicht auszuschließen. Der Detailreichtum und die üppige Ausstattung der Szenerie erscheinen stellenweise fast schon verschwenderisch.

Fazit: Erstaunlich tiefgründiger und komplexer Animationsfilm mit einer vielschichtig gezeichneten Hauptfigur. Stellenweise wirkt er jedoch optisch überfrachtet und droht in seiner der Detailfülle unterzugehen.




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