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Cars 3
Cars 3
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Cars 3 - Evolution (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

2006 begann die Erfolgsgeschichte dieses Pixar-Franchise, als Firmen-Boss John Lasseter ("Findet Dorie") selbst die Regie des ersten Teils übernahm. Nach dem überwältigenden Erfolg des Erstlings sorgten die hohen Einspielergebnisse der Fortsetzung (2011) schließlich dafür, dass sich "Cars" zu einer der erfolgreichsten Animations-Reihen überhaupt entwickelte. Schon 2013 stand fest, dass es einen dritten Teil geben sollte. Ursprünglich war geplant, dass erneut Lasseter die Regie übernimmt. Am Ende war es jedoch Brian Fee, der den Film inszenierte. Fee steuerte bereits für den zweiten Teil entscheidende Ideen bei und war wichtiger Impulsgeber.

"Cars 3" wiederholt nicht einfach nur die Erfolgsformel der ersten beiden Filme, sondern stellt eine gelungene Weiterentwicklung dar, vor allem weil auch die Hauptfigur (oder besser: das Haupt-"Vehikel") älter geworden ist. Älter und damit nicht zuletzt anfälliger sowie nicht mehr unbesiegbar. Lightning McQueen ist aber darüber hinaus reifer geworden, womit es den Machern gelingt, das Thema "Generationenkonflikt" im Film zu implementieren. Denn McQueens Fähigkeiten als abgeklärtes, erfahrenes Rennauto stellen die Macher all jenen neuartigen Fertigkeiten und modernen Möglichkeiten entgegen, über die die junge Generation verfügt: Hightech, ultramoderne technische Finessen und Daten-Analyse.

Es geht also im dritten Film des Franchise um den Kampf zwischen "Alt" und "Neu", zwischen antiquiert und hochmodern. Das verleiht dem Werk und seinem wichtigsten Charakter auch eine schwermütige, melancholische Note. Emotionaler "Höhepunkt" des nachlassenden Erfolgs, ist Lightning McQueens Unfall. Dieser sowie einige Zitate im unmittelbaren Anschluss ("Du wirst nie mehr derselbe sein") wurden von den Machern vielleicht ein wenig pathetisch und mit zu viel Zeitlupen-Einsatz umgesetzt. Letztlich aber kommt diesem Ereignis eine wesentliche dramaturgische Bedeutung zu. Da kann man schon mal ein wenig Dramatik und Pathos walten lassen.

Herausragend ist die visuelle Umsetzung des Films. Allen voran die ungemein authentischen, wahrhaftigen Bilder und Szenen der Natur und US-amerikanischen Rennstrecken zeugen von reichlich Detailfülle und Plastizität. Und auch wenn dieser Teil der mit Abstand nachdenklichste der Reihe ist, kommen auch rasante Action-Szenen und Verfolgungsjagden nicht zu kurz. In erster Linie beim temporeichen Herzschlag-Finale des spannungsgeladenen Entscheidungsrennens.

Fazit: Die Reihe geht mit der Zeit: Lightning McQueen ist älter und reifer geworden und steht im Mittelpunkt des nachdenklichsten, melancholischsten Teils der Reihe. Für den Humor und vor allem die temporeiche Action der Vorgänger bleibt dennoch Platz, auch wenn all dies nun nicht mehr im Zentrum steht.





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