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Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung
Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung
© 20th Century Fox

Kritik: Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Während das produzierende Studio für die Originalversion Superstar Will Smith als Stimme von Agent Lance gewinnen konnte, spricht in der deutschen Fassung TV-Moderator Steven Gätjen den megacoolen Ermittler. Der deutsche Schauspieler Jannik Schümann spricht Walter. Die Regisseure des Films, Nick Bruno und Troy Quane, sammelten zuvor bereits ausgiebig Erfahrung als Animatoren und Storyboard-Entwickler bei Produktionen wie "Rio", "Ferdinand" und "Ice Age".

Bereits nach wenigen Minuten und unmittelbar nach dem turbulenten Einstieg in den Film ist klar, welchen Filmen die Macher mit "Spione Undercover" auf ironische und augenzwinkernde Weise Tribut zollen: "Men in Black", "Mission: Impossible", "Austin Powers", "Johnny English" und – natürlich – "James Bond 007". Sie alle stehen Pate für diesen pfiffigen und phantasievollen, in der Welt der internationalen Spionage angesiedelten Spaß.

Da der Film vor allem für jüngere Zuschauer zwischen sechs und elf Jahren konzipiert ist, stehen demzufolge der Humor und die rasante Inszenierung im Zentrum. Der Humor speist sich vor allem aus körperbetontem Slapstick sowie pointiertem Dialogwitz (überhaupt wird in "Spione Undercover" für einen Animationsfilm sehr viel gesprochen). Viele heitere Momente ergeben sich dabei quasi schon automatisch aus der Unterschiedlichkeit der beiden Hauptfiguren: dem egomanisch angehauchten und selbstverliebten Sprücheklopfer Lance und dem hochemotionalen sowie hyperintelligenten Walter, der schon mit 15 Jahren sein Studium abschloss und eine Vorliebe für Katzenvideos hegt.

Ulkig und sehr spaßig wird es, sobald Lance zur Taube wird und es in der Folge zu unzähligen Missverständnissen, kuriosen Situationen und Running-Gags (Stichwort: Taubenschar) kommt. Bei all dem charmanten Schabernack und vergnüglichen Treiben auf der Leinwand ist es dann auch zu verschmerzen, dass der Antagonist recht blass bleibt und der ziemlich überraschungsarme Handlungsverlauf nach altbekannten, erwartbaren Mustern verläuft.

Fazit: Ebenso geistreicher wie unterhaltsamer Mix aus Agenten-Abenteuer, Slapstick und Action, kindgerecht und mit reichlich Verve umgesetzt.




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