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Kritik: Smallfoot - Ein eisigartiges Abenteuer (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Die Idee zu dem Animations-Abenteuer stammt von Regisseur und Drehbuchautor Sergio Pablos, der sich schon die skurrilen Geschichten der "Ich – Einfach unverbesserlich"-Filme einfallen ließ. Inszeniert wurde "Smallfoot" von Karey Kirkpatrick, der die Drehbücher zu Erfolgen wie "Chicken Run – Hennen rennen" oder "Ab durch die Hecke" verfasste. Ihm stand für "Smallfoot" ein Budget von 80 Millionen Dollar zu Verfügung. Im Original werden die Figuren von Stars wie Channing Tatum, Danny DeVito und LeBron James gesprochen.

"Smallfoot" ist ein turbulenter, rasant umgesetzter Animationsspaß für die ganze Familie, der mit seinen Inhalten und angesprochenen Themen nicht aktueller sein könnte. In Zeiten der nach wie vor bestehenden Flüchtlingsproblematik und eines gestiegenen Misstrauens gegenüber allem Fremden und Neuartigen, spricht "Smallfoot" gekonnt Themen wie Ausgrenzung, Klischees, vorurteilsbehaftetes Denken, Fanatismus und die Gefahr von sich verbreitenden Unwahrheiten (Stichwort: "Fake News") an. Und zwar auf beiden Seiten: Sowohl auf Seiten der Menschen als auch auf Seiten der Yetis, die einander nicht über den Weg trauen und in ihrem Verhalten (zunächst) einzig von ihrer Angst vor dem Unbekannten geleitet werden.

Die liebenswürdige Botschaft des Films: Hinterfrage sich hartnäckig haltende Gerüchte sowie Ressentiments und bilde dir eine eigene Meinung. Und: Bemühe dich, die Verhaltensweisen des Gegenübers zu verstehen, also zum Beispiel den Grund und die Motivation für seine Angst. Die Art und Weise, wie die Macher ihre Lektionen verpacken und welcher Stilmittel sie sich bedienen, ist über die Maßen gelungen. Denn sie verorten ihre Geschichte zum einen in einer liebevoll animierten, detailverliebten Eis- und Schneelandschaft. Zudem eigenen sich die Protagonisten mit ihrem Ehrgeiz, Mut und der Neugier als hinreißende Identifikationsfiguren gerade für die Jüngsten.

Auch die humoristischen Elemente werden nicht vernachlässigt. Die meisten Lacher hat dabei Hauptfigur Migo selbst auf seiner Seite, der (u.a. durch seine ständigen Stürze) für einen Großteil des Slapstick-Anteils verantwortlich ist. Hinzu kommen ein herrlicher Wortwitz und geschliffene Dialoge, die bei Jung und Alt für Heiterkeit sorgen.

Fazit: Paradebeispiel für einen vergnüglichen, ebenso klugen wie hintersinnigen Animationsspaß mit Anspruch und lehrreichen Botschaften, toll bebildert und mit vielschichtigen Figuren ausgestattet.




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