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Good Boys
Good Boys
© Universal Pictures International

Kritik: Good Boys (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Gene Stupnitsky war bisher vor allem als ausführender Produzent und (Co-)Drehbuchautor tätig – etwa für die Sitcom "The Office" und die Komödie "Bad Teacher". Mit "Good Boys" legt er nun sein Spielfilmdebüt als Regisseur vor und liefert eine Junior-Variante der Highschool-Komödie "Superbad" (2007), deren Autoren Seth Rogen und Evan Goldberg hier als Produzenten beteiligt waren. Das Skript, das Stupnitsky gemeinsam mit seinem Stamm-Schreibpartner Lee Eisenberg verfasst hat, erzählt von den turbulenten Erlebnissen des Sechstklässler-Trios Max, Lucas und Thor – ausgelöst durch die unverhoffte Einladung auf eine Party, auf der auch geküsst werden soll.

Seinen Witz gewinnt das Werk insbesondere aus der Unbedarftheit der drei adoleszenten Protagonisten. Wenn das Trio mit fragwürdigen Suchanfragen eine Google-Recherche startet, um zu lernen, wie man richtig küsst, führt das zu einem amüsanten Schockmoment; auch in den Dialogen und Slapstick-Einlagen gelingt es, clever mit der Ahnungslosigkeit von Max, Lucas und Thor zu spielen. Nicht jeder Gag vermag im Laufe der Geschichte zu funktionieren, insgesamt ist "Good Boys" aber ebenso wie das Vorbild "Superbad" eine recht stimmige Mischung aus Charme und Derbheit. Die Figuren dienen nicht nur dazu, von einer Zote zur nächsten gejagt zu werden; der Film interessiert sich auch für die Freundschaft der Jungen und für die Sorgen, die neben dem geschilderten Chaos vorhanden sind – sei es die Scheidung der Eltern, die Angst, nicht cool, beliebt und erfahren genug zu sein, oder das erste Verliebtsein.

Zwischen den Hauptdarstellern Jacob Tremblay ("Raum"), Keith L. Williams ("The Last Man on Earth") und Brady Noon ("Boardwalk Empire") ist eine perfekte Chemie spürbar. Das Trio agiert sowohl in den hektischen als auch in den emotionaleren Szenen einnehmend und glaubhaft.

Fazit: Ein wüstes Abenteuer von Sechstklässlern mit unflätigen Sprüchen und derber Situationskomik, aber auch mit dem nötigen Herz und einer sympathischen Besetzung.




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