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Enzo und die wundersame Welt der Menschen
Enzo und die wundersame Welt der Menschen
© 20th Century Fox

Kritik: Enzo und die wundersame Welt der Menschen (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nachdem Regisseur und Produzent Simon Curtis viele Jahre fürs britische TV arbeitete, gelang ihm 2011 mit seinem ersten Kinospielfilm, "My week with Marylin", gleich ein großer (Kritiker-) Erfolg. Danach folgten "Woman in Gold" und "Goodbye Christopher Robin". "Enzo und die wundersame Welt der Menschen" entstand im Frühjahr 2018 in den kanadischen Städten Vancouver und Toronto, im Original wird Enzo von Kevin Costner gesprochen.

Hunde-Filme liegen aktuell schwer im Trend. Ob "Bella", "Bailey – Ein Hund kehrt zurück" oder nun "Enzo und die wundersame…": Noch nie starteten mal als Tragikomödie, mal als Familienfilm oder mal als flauschig-wohliges Feelgood-Movie inszenierte Filme über Mensch-Hunde-Freundschaften in so kurzen Abständen in den Kinos. Der jüngste Streich enthält Elemente all dieser Gattungen, wobei "Enzo und die wundersame…" im Vergleich zu den anderen genannten Produktionen zum Glück weit weniger verkitscht und schmalzig daherkommt.

Zwar werden auch hier immer wieder Klischees erfüllt, etwa bei der allerersten Begegnung zwischen Denny und dem Welpen Enzo, dennoch hebt sich dieses Werk angenehm von der Konkurrenz ab. Was vor allem an der übergeordneten Rennfahrer-Thematik liegt, die Unterhaltung und Abwechslung in den Film bringt. Denn viele Szenen spielen sich auf der Rennpiste oder eben im -wagen ab, wodurch Regisseur Curtis den angestammten Handlungsort dieser Art von Film verlässt: das sichere, behütete Zuhause, in dem der tierische Held gemeinsam mit der Familie eine friedvolle Zeit durchlebt.

Zudem tut des dem Film gut, dass er konsequent aus der Perspektive des Golden Retrievers erzählt wird, der mit (man ist geneigt zu sagen: "tierischer") Naivität und Entdeckerfreude das Geschehen um sich herum beobachtet. So entstehen viele herzerwärmende (etwa wenn der Hund eine Krankheit "erschnüffelt", diesen Umstand aber freilich nicht kommunizieren kann) und von kluger Beobachtungsgabe geprägte Szenen, die auch von den mal heiteren, mal tiefgehenden Kommentaren und reflektierten Äußerungen Enzos leben.

Fazit: Sympathischer, angenehm zurückhaltend und überraschend kitschfrei inszenierter Mix aus Tierfilm, Tragikomödie und Feel-Good-Movie, dessen Ende jedoch leicht übertrieben und dann doch etwas pathetisch erscheint.




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