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Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn
Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn
© Warner Bros.

Kritik: Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Bei "Birds of Prey" handelt es sich um den achten Film aus dem DC Extended Universe, der inhaltlich auf "Suicide Quad" (2016) aufbaut. Dieser erwies sich mit einem Einspielergebnis von knapp 750 Millionen Dollar als finanziell einträglich, wurde von der Kritik jedoch verrissen. Auf dem Regiestuhl von "Birds of Prey" nahm die junge, chinesisch-stämmige US-Amerikanerin Cathy Yan Platz. Sie ist die dritte Frau, die für DC einen Film inszenieren durfte. Für "Birds of Prey" stand ihr ein Budget von rund 100 Millionen Dollar zur Verfügung.

"Birds of Prey" ist in vielen Belangen deutlich besser als der blutleere Vorgänger "Suicide Quad", auf den sich Yan und ihre Drehbuchautorin Christina Hodson beziehen. Das beginnt bereits beim rasanten Erzähltempo, das der Film von Anfang an vorlegt und setzt sich beim rotzigen, frechen und mit allerlei augenzwinkernden Untertönen angereicherten Humor fort. Dies ist vor allem der Figur der Harley Quinn geschuldet, ein sich auf Rollschuhen fortbewegender Paradiesvogel, der auf Konfetti steht und mit Baseballschlägern hantiert. Sie kommentiert das Geschehen, das fröhlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und herspringt, mit lockerer Zunge und schrägen Witzen.

Ein kleiner Nachteil ist, dass die durchgeknallte Harley Quinn hier natürlich klar im Mittelpunkt steht und die famose Margot Robbie so sehr in dieser Rolle aufgeht und aufblüht, dass die anderen Charaktere kaum Chancen haben, neben ihr zu bestehen. Dennoch haben auch Black Canary, Huntress (schlagkräftig und charismatisch: Mary Elizabeth Winstead) & Co. ihre vereinzelten Momente. Und zwar zuvorderst in den wilden, schrillen Kampf- und Action-Szenen. Diese sind herausragend choreographiert, visuell überzeugend und machen einfach nur höllisch Spaß.

Auch wenn der Humor dieser bunten, überdrehten Achterbahnfahrt in der zweiten Hälfte etwas auf der Strecke bleibt, ist "Birds of Prey" alles in allem sehr sehenswert, da nicht zuletzt Ewan McGregor mit seinem herrlich großspurigen, bewusst überzogenen Spiel Akzenten setzen kann. Als stilvoller Gentleman-Unterweltboss überzeugt er mit einem exzentrischen Auftreten und agiert großartig überdreht.

Fazit: Schrill, bunt, laut und brutal: Die extravagante Superhelden-Truppe zündet ein phantastisch unterhaltendes, kurzweiliges Action- und Humor-Feuerwerk, das Fans von "Deadpool" und "Avengers: Infinity War" gefallen dürfte.




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