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Blackbird - Eine Familiengeschichte
Blackbird - Eine Familiengeschichte
© Leonine Distribution

Blackbird - Eine Familiengeschichte (2019)

Blackbird

Remake des dänischen Sterbehilfe-Dramas "Silent Heart – Mein Leben gehört mir".Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 1 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Lily (Susan Sarandon) und ihr Mann Paul (Sam Neill) leben in einem wunderschönen Haus an der amerikanischen Ostküste. Für das Wochenende erwarten sie Gäste. Tochter Jennifer (Kate Winslet) kommt mit Mann Michael (Rainn Wilson) und dem jugendlichen Sohn Jonathan (Anson Boon). Tochter Anna (Mia Wasikowska) bringt ihre Partnerin Chris (Bex Taylor-Klaus) mit. Auch Lilys älteste Freundin Liz (Lindsay Duncan) erscheint. Der Anlass für dieses Beisammensein ist ein trauriger: Lily leidet an der unheilbaren Krankheit ALS, die mit fortschreitender Lähmung einhergeht. Sie hat beschlossen, am Sonntag aus dem Leben zu scheiden, mit den Medikamenten, die Paul ihr besorgt hat.

Zum Abschied von ihren Lieben will Lily noch einmal Weihnachten feiern, auch wenn es nicht Dezember ist. Im Verlauf des Wochenendes brechen mühsam zurückgehaltene Spannungen zwischen den Töchtern, sowie zwischen Eltern und Kindern durch. Lilys Plan droht am fehlenden Einverständnis aller Anwesenden zu scheitern.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Über den Sinn von Remakes erfolgreicher Filme lässt sich immer wieder streiten, so auch in diesem Fall. Unter der Regie von Roger Michell ("Notting Hill") ist eine auf das amerikanische Filmpublikum zugeschnittene Neuverfilmung der Sterbehilfe-Geschichte entstanden, die das dänische Drama "Silent Heart – Mein Leben gehört mir" von Bille August 2014 erzählte. Christian Torpe adaptierte für das Remake sein eigenes Originaldrehbuch. Der hochkarätig besetzte Ensemblefilm "Blackbird" schildert, wie die kranke Lily auf einer improvisierten Weihnachtsfeier in ihrem Haus Abschied von ihren Lieben nimmt, weil sie begleiteten Suizid begehen will.

Leider wird der dramatische Gehalt des Themas unter einer dicken Schicht Wohlgefühl ziemlich gründlich begraben. Das gediegene, edle Ambiente übernimmt praktisch die Regie, um eine Atmosphäre zu erzeugen, die die Anwesenden zu entspanntem Genuss auffordert. Lily und Paul sitzen im hellen Wohnzimmer, das ihre moderne und freigeistige Einstellung und ihre trendige Naturverbundenheit spiegelt: gestapelte Holzscheite vor dem Kamin, farbenfrohe Gemälde an den Wänden. Der Hausherr serviert guten Wein, wenn er nicht gerade wieder das Gemüse im Garten und Gewächshaus inspiziert. Wenn Susan Sarandon als Lily dann noch ihr sonnig-liebevolles Lächeln aufsetzt, wirkt die Kombination von Weihnachtsparty und anschließendem Todestrunk kaum noch sperrig.

Lily ist krank genug, um einmal ein Glas fallen zu lassen und die Treppen nur noch mit Mühe steigen zu können. Aber weil sie immer noch wundervoll aussieht und ohne Beeinträchtigung sprechen kann, verdirbt sie niemandem die Unterhaltungslaune. Es ist schon recht enttäuschend, wie trotz namhafter Darsteller und Darstellerinnen im Ensemble kaum Spannung aufkommt und einen die Handlung emotional nicht richtig zu packen vermag.

Dabei gibt es schon einige ganz realitätsnah beobachtete Momente, etwa wenn die kontrollierend und geschäftig auftretende Tochter Jennifer unter dem geschmückten Weihnachtsbaum noch schnell staubsaugen muss. Aber sobald ein Konflikt dingfest wird im mal bemühten, mal gelöst-heiteren Geplänkel, wird er auch schon mit ein-zwei Federstrichen regelrecht erledigt.

Fazit: Regisseur Roger Michells Remake des dänischen Sterbehilfe-Dramas "Silent Heart – Mein Leben gehört mir" vereint in seinem Schauspielerensemble Stars wie Susan Sarandon, Kate Winslet, Mia Wasikowska. An einem gemeinsamen Wochenende nehmen die Familie und die beste Freundin Abschied von der kranken Lily, die nicht mehr leiden, sondern für immer einschlafen will. Die aufkeimenden Spannungen in der achtköpfigen Gruppe und die Gefühle von Schmerz und Trauer werden sowohl von den um gute Laune bemühten Charakteren selbst, als leider auch von der Inszenierung allzu gründlich in Schach gehalten. Das stilvolle Haus an der amerikanische Ostküste schafft eine Atmosphäre des Wohlgefühls, vor der selbst das Gewicht des Todesthemas kapitulieren muss.




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Land: USA, Großbritannien
Jahr: 2019
Genre: Drama
Länge: 97 Minuten
Kinostart: 24.09.2020
Regie: Roger Michell
Darsteller: Kate Winslet, Sam Neill, Susan Sarandon
Verleih: Leonine Distribution

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