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Ich bin dann mal weg (2015)

Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg

Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Hape Kerkeling über seine Wanderung auf dem Jakobsweg.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 20 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Alter von 36 Jahren nimmt sich der Comedian und Entertainer Hape Kerkeling (Devid Striesow) eine Auszeit: Er begibt sich auf eine fast 800 Kilometer lange Wanderung auf dem nordspanischen Jakobsweg. Sie beginnt im französischen Saint-Jean-Pied-de-Port und soll im spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela enden. Heftige Regengüsse, ungemütliche Herbergen, das beschwerliche Bergauf-Bergab setzen Hape zu. Er weicht auf bessere Pensionen aus und gönnt sich sogar ein paar Kilometer per Anhalter und Bus. Immer wieder begegnet er unterwegs den beiden Pilgerinnen Stella (Martina Gedeck) und Lena (Karoline Schuch), mit denen er sich anfreundet. Aber auf dem Weg ist er dann doch die meiste Zeit allein, erinnert sich an seine Kindheit und begegnet sich selbst auf ungewohnt intensive Weise.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Das Buch "Ich bin dann mal weg", in dem Hape Kerkeling 2006 von seiner Wanderung auf dem Jakobsweg erzählte, verkaufte sich mehr als fünf Millionen mal. Die Zahl der Deutschen, die sich auf diesen Pilgerweg begaben, stieg nach der Veröffentlichung um 71 Prozent an. Der Selbsterfahrungsbericht entsprach offenbar einer weit verbreiteten Sehnsucht nach dem Naturerlebnis durch Wandern, nach Entschleunigung und meditativ-spiritueller Einkehr. Aber sicherlich spielte für den Erfolg auch eine wichtige Rolle, dass der professionelle Witzemacher so wenig dem Klischee des religiös motivierten, tiefgründigen Pilgers entsprach. Unter der Regie von Julia von Heinz ist aus dem Stoff nun ein amüsanter und überwiegend kurzweiliger Spielfilm geworden.

Hape Kerkeling ist neugierig, aber auch skeptisch: Wird er auf dieser Pilgerreise zu Gott finden oder wenigstens zu sich selbst? Mit seinem typischen Humor inspiziert er die eigene Befindlichkeit ebenso treffsicher und kritisch, wie die vielen äußeren Herausforderungen. Nach einer Tageswanderung über die Berge nochmal ein paar Stockwerke bis zum nächtlichen Schlafplatz erklimmen? Lästige Zeitgenossen, die ihn erkennen, gibt es auch hier in Nordspanien, vor allem aber jeden Tag wieder diese endlosen Stunden einsamer Wanderung. Einblendungen folgen seiner Erinnerung an die Kindheit bei der Großmutter (Katharina Thalbach). Von den Strapazen der Wanderung physisch und emotional an die Grenzen gebracht, bricht Hape in der weiten Landschaft in Tränen aus: Nein, diese Selbstfindung ist nicht immer spaßig. Gerade der ständige Wechsel zwischen Ironie und Besinnlichkeit lässt die Geschichte aber sehr authentisch wirken.

Devid Striesow spielt Hape Kerkeling hervorragend, wie ein Bruder in der Mimik und im Geiste. Auch die beiden unterschiedlichen Frauencharaktere an seiner Seite, Stella und Lena, wirken sympathisch, vor allem aber kontrastiert dieses Trio spannend mit der häufigen Erfahrung des Alleinseins. Manchmal nimmt die Kamera Hapes Tagebuch ins Visier, und auch die Erzählerstimme aus dem Off erinnert daran, dass diese Pilgerreise literarisch verarbeitet wurde. Die Aufnahmen entlang des Jakobswegs zeigen eine abwechslungsreiche, oft imposante Landschaft. Insgesamt wirkt der Tonfall etwas religiöser als im Buch. Ansonsten aber ist der Spielfilm noch eine Spur lockerer und unterhaltsamer als das Buch, dessen Essenz er so gut wiedergibt. Die Inszenierung spiegelt mit ihrem flotten Wechsel der Impressionen das Flüchtige, den Zustand des Unterwegsseins und hält die Schmunzelkomödie gekonnt in Balance zwischen Heiterkeit, Spannung und Realitätsnähe.

Fazit: Der Regisseurin Julia von Heinz ist eine amüsante, kurzweilige und mit ihrem unaufgeregten Ton sehr sympathische Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Hape Kerkeling gelungen. Die attraktive Balance zwischen Heiterkeit und Ernst, sowie ein hervorragender Devid Striesow in der Hauptrolle verleihen dem Film Glaubwürdigkeit, Charme und Aussagekraft.




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FBW: wertvollEs ist dem großen Erfolg des Buchs von Hape Kerkeling geschuldet, dass ?Ich bin dann mal weg? verfilmt wurde. Auf den ersten Blick ist dies kein Stoff, der sich für eine Kinoadaption anbietet. Die Pilgerreise des Protagonisten ist an sich eher [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2015
Genre: Drama, Abenteuer
Kinostart: 24.12.2015
Regie: Julia von Heinz
Darsteller: Devid Striesow als Hape Kerkeling, Martina Gedeck als Stella, Karoline Schuch als Lena
Verleih: Warner Bros.

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Cover: Ich bin dann mal weg
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Erste Klappe für "Ich bin dann mal weg"
Drehstart der Verfilmung des Bestsellers von Hape Kerkeling




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