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Vergessene Welt: Jurassic Park
Vergessene Welt: Jurassic Park
© United International Pictures GmbH

Kritik: Vergessene Welt: Jurassic Park (1997)


Ein 225 Mio.$ Einspielergebnis in den USA ist noch kein Argument für einen guten Film. Da hilft auch der Name Spielberg nichts, wie das Sequel zu "Jurassic Park" zeigt. 1993 war für Dinofans das Jahr überhaupt. Die ausgestorbenen Tiere erwachten wieder zum Leben. So ziemlich alles was man bedrucken konnte, wurde mit dem Filmlogo versehen. Vorausgegangen war der Film "Jurassic Park" von Steven Spielberg. Für runde 65 Mio.$ erschuf er ein Dinomärchen für die große Kinoleinwand. Die Zuschauer waren begeistert und brachten allein in den Staaten über 350 Mio.$ in die Kinos. Jetzt, vier Jahre später, gibt es den zweiten Teil. Mit 75 Mio.$ Produktionskosten drehte Spielberg "The Lost World" und die Amerikaner waren schon wieder im Dinofieber. In nur drei Tagen hatte der Film seine Kosten wieder eingespielt. Doch ist er deshalb wirklich sehenswert? Fangen wir mal mit der Handlung an: Nach dem Desaster auf der Saurier-Insel "Isla Nublar" steht die Firma InGen kurz vor dem Konkurs. Daher beschließt John Hammond eine Expedition zur Anlage B auf die Isla Sorna. Auf dieser "Vergessenen Welt" haben sich die Dinosaurier einen eigenen Lebensraum geschaffen. Hier heißt es gefressen oder gefressen werden. Um wieder Geld in die Kassen des Konzerns zu spülen, sollen vier Wissenschaftler die Insel erkunden und dokumentieren, aber nicht in den natürlichen Ablauf eingreifen. Auch Ian Malcom, der schon das erste Saurierdesaster miterlebt hat beteiligt sich an der Expedition. Kurz vor dem Aufbruch des Teams versteckt sich dummerweise Malcomâs Tochter in einem der Transporter und wird somit mitgenommen. Nach der Ankunft merkt das Team, daß Hammonds Neffe Ladlow eine kleine Armee um sich geschart hat und ebenfalls die Insel erkundet. Allerdings nicht zu dokumentarischen Zwecken, sondern um die Tiere aufs Festland zu bringen und eine Menge Geld zu verdienen. Es kommt wie es kommen muß. Wie schon im ersten Teil beginnt ein "Zehn kleine Negerlein Spiel". Ein Teammitglied nach dem anderen wird von den Dinos mehr oder weniger verstümmelt. Ganz fanatisch zeigt sich der Expeditionsleiter Roland, der auf sein Honorar verzichtet, wenn er dafür einen T-Rex jagen darf. Zu allem Überfluß gelingt ihm das auch noch. Der gefangene Sauriers wird in guter alter Godzilla Manier auf ein Schiff geladen und nach San Diego gebracht, wo er postum fast die ganze Stadt zerstört. B-Filme lassen grüßen... Sicherlich, die Effekte sind noch besser als im ersten Teil, auch der Wortwitz kommt nicht zu kurz und trotzdem ist der Film nicht richtig spannend, denn der Zuschauer hat das Happy-End immer vor Augen. Zusätzlich ist die Handlung stellenweise einfach zu unlogisch, die Dialoge sind teilweise etwas dümmlich und wenn man mal etwas Spannung braucht, kommt diese zu hölzern daher. Auf Kinder hat der Regisseur diesmal weitgehend verzichtet, doch ein Balg mußte wohl einfach in die Handlung integriert werden und genau wie bei seinen Vorgängern nervt dieses gewaltig.

So ist "The Lost World" eine ganz nette Fortsetzung, aber eben nur zu einem durchschnittlichen Film. War "Jurassic Park" noch etwas neues, bleibt der Aha-Effekt beim Sequel aus. Fazit: Ganz nett, aber nicht richtig spannend, nicht richtig unterhalsam und nicht richtig sehenswert. Einmal gesehen und schon vergessen...





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