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Winnetou 1 (1963)

Westernklassiker: Die Apachen müssen sich gegen betrügerische Machenschaften verteidigen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Der Häuptlingssohn Winnetou (Pierre Brice) muss beobachten, wie es entgegen den Abmachungen zum Bau einer Bahnlinie durch das Gebiet der Apachen kommt. Ein deutscher Ingenieur, genannt Old Shatterhand (Lex Barker), der den Streckenabschnitt so vermessen hat, dass er um das Gebiet herumführt, reist aus Chicago an, um die Einhaltung des Plans zu überprüfen. Rasch zeigt sich, dass ein Betrug des Bauunternehmers Bancroft (Branko Špoljar) und des als Teilhaber fungierenden Banditen Santer (Mario Adorf) hinter der Nichteinhaltung der Vereinbarungen steckt. Während Winnetou in Old Shatterhand zunächst einen Feind sieht, kommt es schließlich zur Blutsbrüderschaft. Überdies verliebt sich Winnetous Schwester Nscho-tschi (Marie Versini) in Old Shatterhand.

Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Mit der deutsch-jugoslawischen Produktion "Der Schatz im Silbersee" begann im Jahre 1962 eine äußerst erfolgreiche audiovisuelle Übertragung von Karl Mays sogenannten Reiseerzählungen, die Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen waren. Die Abenteuerromane des 1842 in Ernstthal geborenen, überaus produktiven Schriftstellers wurden von dem Drehbuchautor H. G. Petersson (oft sehr frei) adaptiert; als Regisseur wurde der Österreicher Harald Reinl verpflichtet. Mit "Winnetou 1" rückte 1963 der titelgebende Häuptlingssohn noch mehr ins Zentrum des Geschehens; 1964 und 65 folgten "Winnetou 2" und "Winnetou 3".

Bereits die zeitgenössische Kritik erkannte in "Winnetou 1" eine gewisse Antiquiertheit. Während die Western aus den USA zu jener Zeit, etwa "Denen man nicht vergibt" (1960) von John Huston oder "Gefährten des Todes" (1961) von Sam Peckinpah, deutlich düsterere Töne anstimmen, ist Reinls Film ganz klar als Märchen angelegt, das auch ein Publikum im Kindesalter ansprechen soll. Mit einer Mischung aus eindrücklichen Landschaftsaufnahmen, spektakulärer Reit- und Kampf-Action sowie Romantik und Humor ist ein unterhaltsames Werk entstanden, das bei aller offensichtlichen Naivität noch immer über Charme verfügt.

Dies liegt auch an der Besetzung. Der Franzose Pierre Brice fand mit Winnetou seine absolute Paraderolle, die er zwischen 1962 und 1968 in insgesamt elf Filmen verkörperte (sowie später etwa auch bei den Karl-May-Festspielen, in einer 14-teiligen Fernsehserie und in einem TV-Zweiteiler aus dem Jahre 1998). Er verleiht dem Part die nötige Würde, um die edle Gesinnung der Figur zu vermitteln. Und auch der US-Star Lex Barker, der zuvor mehrere Male als Dschungelheld Tarzan aufgetreten war, ist als Old Shatterhand treffend gecastet. Hinzu kommt der ausdrucksstarke Mario Adorf als Schurke Santer.

Fazit: Ein Klassiker des deutschen Unterhaltungskinos – angestaubt, aber dank seiner Landschaftsbilder und des Ensembles nach wie vor sehenswert.




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Besetzung & Crew von "Winnetou 1"Alles anzeigen

Land: Frankreich, Jugoslawien, Deutschland
Jahr: 1963
Genre: Western
Länge: 88 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 07.07.2022
Regie: Harald Reinl
Darsteller: Lex Barker als Old Shatterhand, Pierre Brice als Winnetou, Marie Versini als Nscho-tschi
Verleih: Croco Film

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