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Ein heißer Coup
Ein heißer Coup
© Atlas Film

Kritik: Ein heißer Coup (2000)


Eine Gangstergeschichte, die geradlinig den Gepflogenheiten des Genres folgt und außer Paul Newman, einem netten Jungstar (Linda Fiorentino) und einer etwas abwegigen Ausgangsidee nicht viel zu bieten hat. Newman, der sich - mittlerweile 75jährig und seit Ewigkeiten im Filmgeschäft - nichts mehr beweisen muss, nimmt sich gerne zurück und zeigt vor allem, dass sein Charme noch immer wirkt und mit wenig Dialog auskommt. Die Szenen, die für ihn ins Buch geschrieben worden sind, sind kaum zu übersehen. Dennoch wirkt er bisweilen etwas hölzern, und das ist nicht nur auf seine Rolle als Schlaganfallpatient zurückzuführen.

Nett ist Linda Fiorentino, die zur Zeit von allen gern gemocht wird. Sie hat unter dem manchmal schwergängigen Drehbuch (hier waren wirklich viele Köche am Werk) am meisten zu leiden, schlägt sich allerdings tapfer.

Das Thema des alten Gangsters, der einen letzten großen Job antritt und dabei schließlich reüssiert, ist gewiss nicht neu. "High Sierra" (1941) mit Humphrey Bogart, Hitchcocks "To Catch a Thief" (1955), "The Sting" (1973) mit Paul Newman und Robert Redford, oder "Tough Guys" (1986) mit Burt Lancaster und Kirk Douglas - die Geschichte ist auch schon charmanter erzählt worden.

Was bleibt ist ein professioneller Paul Newman in einem netten Film, der sicherlich immer noch über dem Gros der amerikanischen Durchschnittproduktion liegt.

Dennis Eick

EIN HEISSER COUP (Start: 20. Juli 2000) ist von der ersten bis zur letzten Filmsekunde auf Paul Newman zugeschnitten. Der Altstar dominiert den Film als One-Man-Show mit zwei begabten Assistenten (Linda Fiorentino und Dermot Mulroney), die Newman jedoch nicht gewachsen sind.

Gerade mal 80 Minuten lang, ist WHERE THE MONEY IS (so der Originaltitel des Films) ein augenzwinkernder Ganovenstreifen, dessen Plot gemächlich vorwärts schreitet. Anders gesagt: Der Film kommt nicht so recht auf Touren. Newman verkörpert dabei einen alten Knacki, der einen Schlaganfall vortäuscht, um in ein ungesichertes Reha-Heim verlegt zu werden. Jedoch: Die attraktive Krankenschwester Carol (Fiorentino) durchschaut den Simulanten - und will mit ihm und ihrem eifersüchtigen Geliebten Wayne (Mulroney) ein ganz großes Ding abziehen.

Der Plot der genretypisch inszenierten Gauner-Comedy ist weitgehend vorhersehbar. Das alles möchte man dem Streifen, schon wegen seines sehenswerten Stars, gerne verzeihen - allerdings nur so lange, bis der Film durch grenzdebile Handlungen von Newmans Helfershelfern in hirnverbrannten Unsinn übergeht.





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