oder

Der Staatsfeind Nr.1 (1998)

Enemy of the State

US-Thriller mit Will Smith: Eine Intrige rückt den jungen Anwalt Robert Dean ins Fadenkreuz der NSA. Einzig der im Untergrund arbeitende Überwachungsexperte Brill kann ihm helfen...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse ??? / 5

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Weil der Kongressabgeordnete Hammersly ein neues Sicherheitsgesetz verhindern will, das dem Geheimdienst unbegrenzte Freiheiten gewähren würde, räumt NSA-Abteilungsleiter Reynolds den unbequemen Politiker kurzerhand aus dem Weg. Doch der Mord wird gefilmt, und das Beweismittel dem jungen Staranwalt Robert Dean zugesteckt – ohne dass dieser etwas davon ahnt.

Im Fadenkreuz der NSA verliert Dean seinen Job, seine Frau und seinen guten Ruf – und muss schließlich um sein Leben bangen. Bis ihm der im Untergrund operierende Überwachungsexperte Brill die Augen öffnet und zum Gegenangriff bläst...

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Der Staatsfeind Nr. 1 - Will SmithDer Staatsfeind Nr. 1 - Will Smith und Gene HackmanDer Staatsfeind Nr. 1 - Will Smith


Filmkritik

Big Brother is watching you! Wenn sich Will Smith alias Robert Dean durch die Straßen seiner Stadt bewegt, sind nicht nur seine Schuhe, Jacke und Hose, das Handy, sein Kugelschreiber und seine Uhr verwanzt – der nichtsahnende Anwalt wird auch von sämtlichen Überwachungskameras der Stadt beäugt und, wenn alle Stricke reißen, von einem eigens zu seiner Beobachtung herangezogenen Spionagesatelliten ins Visier genommen.

In "Der Staatsfeind Nr. 1" nimmt die paranoide Angst vor der allgegenwärtigen Überwachung ähnlich bedrohliche Formen wie in Andrew Niccols "Gattaca" die Furcht vor den eigenen Genen. Unter seiner geschäftigen Oberfläche erzählt der von "Top Gun"-Regisseur Tony Scott ohne Durchhänger inszenierte Action-Thriller vom Verschwinden der Wirklichkeit: Hinter temporeichen Verfolgungsjagden und pyrotechnischen Spielereien lauert die Vision einer von Monitoren beherrschten Welt, in der man sich, anstatt den eigenen Augen und Ohren zu trauen, lieber auf die allerorts lauernden Kameras und Aufzeichnungsgeräte verläßt. Die Realität verlagert sich auf den Bildschirm, und nicht einmal die braven Helden des Films können der medialen Versuchung widerstehen: Wenn Anwalt Dean vom Büro nach Hause kommt, starren seine Kinder auf ein Videospiel und seine Frau in den Fernseher.

Da ist es nur konsequent, daß der vom Geheimdienst gehetzte Mitwisser – Gene Hackman sei Dank – seine Peiniger schließlich mit deren eigenen Waffen schlägt. Der charismatische Charaktermime Hackman, der bereits in Coppolas 1974 entstandenem Meisterwerk "Der Dialog" einen Abhörexperten verkörperte, schlüpft dabei in die Rolle eines zwar technologisch, jedoch keineswegs moralisch überlegenen deus ex machina, mit dessen Hilfe sich – schließlich handelt es sich um eine von Disney gesponserte Bruckheimer-Produktion ("Con Air", "Armageddon") – alles zum Guten wendet.

Tony Scotts paranoides Überwachungs-Epos ist ein technisch verspielter Thriller mit kritischer, leider allzu breitgetretener Botschaft und einem ausnahmsweise ernsthaften, durchaus überzeugenden Will Smith. Kein besonders intelligenter Film – aber immerhin einer, der vorgibt, klug zu sein.




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Land: USA
Jahr: 1998
Genre: Action, Thriller
Länge: 127 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 17.12.1998
Regie: Tony Scott
Darsteller: Jon Voight, Will Smith, Lisa Bonet
Verleih: Buena Vista

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