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Run All Night
Run All Night
© Warner Bros.

Filmstarts Deutschland: Rennt Liam Neeson davon?

Frankreich bittet um "Nur eine Stunde Ruhe!"

Heute starten etliche Produktionen neu in den deutschen Lichtspielhäusern, von denen wir hier noch mal die größten fünf vorstellen. Das Schwergewicht kommt in Gestalt von Liam Neeson aus Hollywood: Wenige Wochen nach "Taken 3" ist der Ire in "Run All Night" wieder mal action-mäßig unterwegs.

"Run All Night"
Kriminalfilm
USA
114 Minuten
FSK 16

Auftragsmörder Jimmy Conlon (Liam Neeson) hat eine Nacht Zeit, seine Loyalitäten zu sortieren und muss sich zwischen seinem ihm fremden Sohn Mike (Joel Kinnaman), dessen Leben in Gefahr ist, und seinem besten Freund, dem Gangsterboss Shawn Maguire (Ed Harris), entscheiden, der Mike für den Tod seines eigenen Sohnes büßen lassen will. Vielleicht haben die deutschen Kinozuschauer noch den ein oder anderen Euro für diesen Kriminalfilm übrig, denn er könnte es vertragen: Bisher steckt die Warner Brothers-Produktion tief in den Roten Zahlen, hat noch nicht mal die Produktionskosten eingespielt. Die lauwarmen Kritiken, die Neeson lobten, aber den Film als völlig überraschungsarm wie vom Reißbrett geholt ablehnten, konnten die Besucher in den USA und Großbritannien nicht ausreichend für den Film mobilisieren. Auch scheint langsam eine Neeson-Action-Müdigkeit einzusetzen. Sie traf den falschen Film (jeder findet "Run All Night" besser als den erfolgreicheren "Taken 3"), aber es bleibt abzuwarten, ob sich Action-Fans von "Furious 7" werden herüberziehen lassen. Unser Kritiker Christopher Diekhaus plädiert dafür, dem Streifen durchaus mal eine Chance zu geben.

"Nur eine Stunde Ruhe!"
Komödie
Frankreich
79 Minuten
FSK 0

Komödie über einen Familienvater, dessen Leben durch eine Reihe von Nachrichten und Enthüllungen ins Wanken gerät. Christian Clavier, in Deutschland besonders als "Asterix" bekannt, spielt die Hauptrolle in diesem hektischen und überdrehten Film von Regisseur und Drehbuchautor Patrice Leconte ("Mein bester Freund"). In Frankreich kam der Streifen weder bei Publikum noch bei der Kritik besonders gut weg, war mit einer Million Besuchern aber einigermaßen erfolgreich. Unser Kritiker Falk Straub hat gemischte Gefühle.

"Das Glück an meiner Seite"
Drama
USA
102 Minuten
FSK 6

Drama über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen einer wohlhabenden Mittdreißigerin (Hilary Swank), die an der tödlichen Nervenkrankheit ALS erkrankt ist, und einer jungen, chaotischen Studentin (Emmy Rossum), die sich als Pflegerin um sie kümmert. Den ruhigen, melancholischen, aber auch durch Humor aufgelockerten Film von George C Wolfe ("Das Lächeln der Sterne") zeigten in den Vereinigten Staaten nur wenige Kinos. Während die Kritiken - darunter auch die unseres Carsten Moll - eher schwach ausgefallen sind, kam er bei den wenigen Zuschauern, die ihn sehen konnten und wollten, besser an. Unser Kritiker Carsten Moll lobt zwar die Darstellerinnen, aber ihm ist das Ganze zu überraschungsarm

"Top Five"
Komödie
USA
102 Minuten
FSK 12

Das ist tragisch für Chris Rock, dem man einen Ego-Trip hätte vorwerfen können (neben der Hauptrolle übernahm er auch die Regie und verfilmte sein eigenes Drehbuch), wenn er nicht einen "Sahnetag" erwischt hätte. Die Presse liebte sein cleveres, witziges und bissiges Werk, das für manche der Komödienhöhepunkt des Jahres 2014 war. Ganz so hoch hängt es unser Kritik Björn Schneider indessen nicht. Aber endlich brachte Rock sein Talent, das er bei Stand Up Comedy so zweifelsfrei bewiesen hatte, auch mal auf die Leinwand. Aber leider wollte das kaum jemand sehen, und die Zuschauer blieben überraschend apathisch, so dass der Film bisher ein Flop ist. Fraglich, ob das deutsche Publikum an diesem dezidiert amerikanischen Comedian so interessiert ist, um in größerer Anzahl in den Kinosesseln Platz zu nehmen. Der dialogstarke Streifen erzählt von einem afroamerikanischen Komödienstar (natürlich Rock), der für ein Zeitungsportrait einen Tag mit einer Reporterin (Rosario Dawson) in New York verbringt.

"A Blast - Ausbruch"
Drama
Griechenland
83 Minuten
FSK 12

Der Film zur Krise. Das Drama erzählt von einer griechischen Familie, die schwer unter der Wirtschaftskrise ihres Landes leidet. Angesichts der immer prekäreren persönlichen Situation fasst Maria (Angeliki Papoulia) einen schwierigen Entschluss. Komplex, mit ambivalenten Charakteren und zahlreichen Rückblenden erzählt, sowie von Syllas Tzoumerkas in fast dokumentarischen Stil inszeniert, vermittelt der Film eindringlich den Zerfall gesellschaftlicher Strukturen und Sicherheiten. Die deutschen Kritiker sind sich nicht ganz einig, ob mit Tzoumerkas nicht ein bisschen zu sehr die Pferde durchgehen bei seinem Bestreben, der Krise nicht nur ein Gesicht, sondern auch sichtbare Wucht zu verleihen. Unser Kritiker Gregor Torinus sieht das Glas eher halb voll. Als eine fiktionale Ergänzung zum Geschehen in der "Tagesschau", als ein Seismograph für die Empfindungen der griechischen Volksseele ist das Opus aber bestimmt einen Blick wert. Bei den griechischen Filmpreisen war "A Blast" als "Bester Film" und Papoulia als "Beste Darstellerin" nominiert.


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