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Logo der Academy of Motion Picture Arts and Sciences
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© AMPAS

"Oscar": Nachwuchs gesucht

Weiße Altherren-Riege soll bunter werden

Die Frustration und die Kritik über die diesjährige "Oscar"-Verleihung führen zu weiteren Konsequenzen in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, welche den wichtigsten Filmpreis der Welt verleiht. Nachdem im Februar kein einziger der 20 nominierten Darsteller farbig war und einige Nominierungen und Preise wie für "The Theory of Everything" ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") in der Presse und innerhalb der Industrie als enttäuschend lahm aufgenommen wurden, stellt man sich jetzt laut "The Hollywood Reporter" dem eigentlichen Problem: Der überalterten und ethnisch wenig diversifizierten stimmberechigten Mitgliederschaft der Akademie. Mit anderen Worten: Die Zeit der alten, weißen Männer soll ein Ende finden, und der "Oscar" selbst bunter und interessanter werden. Oder noch anders gesagt: Auch die Academy hat ein Nachwuchsproblem.

Heute wird die Akademie ihre Einladungen an neue Mitglieder veröffentlichen. Allgemein wird erwartet, dass dabei besonders jüngere und nicht-weiße Künstler für eine Mitgliedschaft gewonnen werden sollen und dass die Einladungszahl deutlich höher als bei den früheren rund 130 liegen wird. Man erhofft sich dadurch ein besseres Abbild der heutigen Filmindustrie mit ihren verschiedenen Ethnien, Geschlechtern und Nationalitäten.

Daneben laufen derzeit noch bis zum 2. Juli die Vorstandswahlen. Auch hier stehen mit den Filmemacherinnen Ava DuVernay ("Selma") und Lisa Cholodenko ("The Kids Are Allright"), den Kameramännern Guillermo Navaro und Daryn Okada, der Schauspielerin Amy Madigan und der Produzentin Kathleen Kennedy ("Lincoln") viele Kandidaten abseits weißer Männer zur Wahl. Der Vorstand repräsentiert 17 Berufszweige, die von jeweils drei Vertretern gebildet werden. Diese sind auf drei Jahre gewählt.



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