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Großer Oscar-Gewinner: Alejandro González I árritu
Großer Oscar-Gewinner: Alejandro González I árritu
© 20th Century Fox

"Birdman" großer "Oscar"-Gewinner

Vier Academy Awards für "The Grand Budapest Hotel"

"Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)" ist für die Academy of Motion Picture Arts and Sciences der "Beste Film" des Jahres. Bei den 87. Academy Awards erhielt die Komödie von Alejandro Gonzalo Iñárritu den "Oscar" als "Bester Film" und zwei weitere in den wichtigen Kategorien "Beste Regie" und "Bestes Drehbuch", so dass der mexikanische Filmemacher insgesamt drei Statuetten mitnehmen durfte. Bei der Preisverleihungsgala im Dolby Theatre in Los Angeles erhielt zudem der Kameramann Emanuel Lubezki einen Academy Award, womit der Mexikaner zum zweiten Mal hintereinander ausgezeichnet wurde. Vergangenes Jahr hatte er für "Gravity" gewonnen.

Einziger Wermutstropfen für das Team "Birdman" war die Niederlage von Hauptdarsteller Michael Keaton, der dem Briten Eddie Redmayne den Vortritt für dessen Verkörperung des Physikers Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" lassen musste.

Nur "The Grand Budapest Hotel" konnte mit vier "Oscars" für "Beste Kostüme", "Beste Maske", "Beste Ausstattung" und "Beste Musik" mit "Birdman" mithalten. Der große Verlierer des Abends war "Boyhood", der bis auf den erwarteten Sieg von Patricia Arquette als "Beste Nebendarstellerin" nichts erhielt.

Wie erwartet konnten auch Julianne Moore als "Beste Hauptdarstellerin" in "Still Alice" und JK Simmons als "Bester Nebendarsteller" in "Whiplash" gewinnen. Letzterer Film gehörte mit drei "Oscars" zu den Positivüberraschungen.

"Bester Dokumentarfilm" ist "Citizenfour", der Film über Edward Snowden, womit Wim Wenders - neben Komponist Hans Zimmer der einzige Deutsche im Feld - und seine Dokumentation "The Salt of the Earth" leer ausgingen. "Baymax - Riesiges Robowabohu" wurde als "Bester Animationsfilm" ausgezeichnet.

Insgesamt war es eine absolut überraschungsfreie Gala, durch die Neil Patrick Harris mit wenig zündenden Gags führte. Die Höhepunkte waren musikalischer Art - so Lady Gaga's Version von Songs aus dem 50 Jahre alten Musical "The Sound of Music" und die Intonation des Songs "Glory" aus "Selma" durch John Legend und Common. Das Lied gewann schließlich auch den Academy Award.

Hier die vollständige Liste der Nominierungen und der Gewinner (gefettet):

Bester Film:
"American Sniper"
"Birdman"
"Boyhood"
"The Grand Budapest Hotel"
"The Imitation Game"
"Selma"
"Die Entdeckung der Unendlichkeit"
"Whiplash"

Bester nichtenglischsprachiger Film:
"Ida" (Polen)
"Leviathan" (Russland)
"Tangerines" (Estland)
"Timbuktu" (Mauretanien)
"Wild Tales" (Argentinien)

Bester Dokumentarfilm:
"Citizenfour"
"Finding Vivien Maier"
"Last Days of Vietnam"
"The Salt of the Earth"
"Virunga"

Bester Animationsfilm:
"Baymax"
"The Boxtrolls"
"How to Train Your Dragon 2"
"Song of the Sea"
"The Tale of Princess Kaguya"

Beste Regie:
Alexandro Gonzalez Iñárritu für "Birdman"
Richard Linklater für "Boyhood"
Bennett Miller für "Foxcatcher"
Wes Anderson für "The Grand Budapest Hotel"
Morten Tyldum für "The Imitation Game"

Bestes Original-Drehbuch:
Alejandro Gonzalez Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris Jr und Armando Bo für "Birdman"
Richard Linklater für "Boyhood"
Max Frye und Dan Futterman für "Foxcatcher"
Wes Anderson für "The Grand Budapest Hotel"
Dan Gilroy für "Nightcrawler"

Bestes adaptiertes Drehbuch:
Jason Hall für "American Sniper"
Graham Moore für "The Imitation Game"
Paul Thomas Anderson für "Inherent Vice"
Anthony McCarten für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Damien Chazelle für "Whiplash"

Beste Schauspielerin:
Marion Cotillard für "Two Days, One Night"
Felicity Jones für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"
Julianne Moore für "Still Alice"
Rosamund Pike für "Gone Girl"
Reese Witherspoon für "Wild"

Bester Schauspieler:
Steve Carell für "Foxcatcher"
Bradley Cooper für "American Sniper"
Benedict Cumberbatch für "The Imitation Game"
Michael Keaton für "Birdman"
Eddie Redmayne für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"

Beste Nebendarstellerin:
Patricia Arquette für "Boyhood"
Laura Dern für "Wild"
Keira Knightley für "The Imitation Game"
Emma Stone für "Birdman"
Meryl Streep für "Into the Woods"

Bester Nebendarsteller:
Robert Duvall für "The Judge"
Ethan Hawke für "Boyhood"
Edward Norton für "Birdman"
Mark Ruffalo für "Foxcatcher"
JK Simmons für "Whiplash"

Beste Kamera:
Emmanuel Lubezki für "Birdman"
Robert Yeoman für "The Grand Budapest Hotel"
Lukasz Zal und Ryszard Lenczewski für "Ida"
Dick Pope für "Mr. Turner"
Roger Deakins für "Unbroken"

Beste Musik:
Alexandre Desplat für "The Grand Budapest Hotel"
Alexandre Desplat für "The Imitation Game"
Hans Zimmer für "Interstellar"
Gary Yershon für "Mr. Turner"
Jóhann Jóhannsson für "Die Entdeckung der Unendlichkeit"

Best Original Song
"Lost Stars" in "Begin Again"
"Everything is Awesome" in "The LEGO Movie"
"Glory" in "Selma"
"Grateful" in "Beyond the Lights"
"I’m Not Gonna Miss You" in "Glen Campbell…I’ll Be Me"

Bester Schnitt:
Joel Cox und Gary Roach für "American Sniper"
Sandra Adair für "Boyhood"
Barney Pilling für "The Grand Budapest Hotel"
William Goldenberg für "The Imitation Game"
Tom Cross für "Whiplash"

Beste Ausstattung:
Adam Stockhausen und Anna Pinnock für "The Grand Budapest Hotel"
Maria Djurkovic und Tatiana Macdonald für "The Imitation Game"
Nathan Crowley und Gary Fettis für "Interstellar"
Dennis Gassner und Anna Pinnock für "Into the Woods"
Suzie Davies und Charlotte Watts für "Mr. Turner"

Beste Kostüme:
Milena Canonero für "The Grand Budapest Hotel"
Mark Bridges für "Inherent Vice"
Colleen Atwood für "Into the Woods"
Anna Sheppard und Jane Clive für "Maleficent"
Jacqueline Durran für "Mr. Turner"

Beste Maske:
Bill Corso und Dennis Liddiard für "Foxcatcher"
Frances Hannon und Mark Coulier für "The Grand Budapest Hotel"
Elizabeth Yianni-Georgiou und David White für "Guardians of the Galaxy"

Beste Spezialeffekte:
Dan DeLeeuw, Russell Earl, Bryan Grill und Dan Sudick für "Captain America: The Winter Soldier"
Joe Letteri, Dan Lemmon, Daniel Barrett und Erik Winquist für "Dawn of the Planet of the Apes"
Stephane Ceretti, Nicolas Aithadi, Jonathan Fawkner und Paul Corbould für "Guardians of the Galaxy"
Paul Franklin, Andrew Lockley, Ian Hunter und Scott Fisher für "Interstellar"
Richard Stammers, Lou Pecora, Tim Crosbie und Cameron Waldbauer für "X-Men: Days of Future Past"

Bester Ton-Schnitt:
Alan Robert Murray und Bub Asman für "American Sniper"
Martin Hernández und Aaron Glascock für "Birdman"
Brent Burge und Jason Canovas für "The Hobbit: The Battle of the Five Armies"
Richard King für "Interstellar"
Becky Sullivan und Andrew DeCristofaro für "Unbroken"

Beste Ton-Mischung:
John Reitz, Gregg Rudloff und Walt Martin für "American Sniper"
Jon Taylor, Frank Montaño und Thomas Varga für "Birdman"
Gary Rizzo, Gregg Landaker und Mark Weingarten für "Interstellar"
Jon Taylor, Frank A. Montaño und David Lee für "Unbroken"
Craig Mann, Ben Wilkins und Thomas Curley für "Whiplash"

Bester Kurzfilm:
"Aya"
"Boogaloo and Graham"
"Butter Lamp"
"Parvaneh"
"The Phone Call"

Bester Kurz-Dokumentarfilm:
"Crisis Hotline: Veterans Press 1"
"Joanna"
"Our Curse"
"The Reaper"
"White Earth"

Bester Kurz-Animationsfilm:
"The Bigger Picture"
"The Dam Keeper"
"Feast"
"Me and My Moulton"
"A Single Life"


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