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Filmstarts Deutschland: "Zoomania" utopisch gut

"Das Tagebuch der Anne Frank" überzeugt

Wer lokalpatriotisch eine deutsche Produktion unterstützen möchte, kann dies bedenkenlos mit "Das Tagebuch der Anne Frank" tun. Ein Muss ist allerdings ein vollkommen anderer Film: Der Animationsstreifen "Zoomania", mit dem sich Walt Disney Pictures einmal mehr übertroffen haben.


"Zoomania"

Animationsfilm
USA
108 Minuten
FSK 0

US-Animationsfilm aus dem Hause Disney über eine moderne Stadt, in der sämtliche Tierarten friedlich nebeneinander leben; ein junge Hasenpolizistin kommt schließlich einer Intrige auf die Spur, die diese Idylle zerstören soll. Das Haus mit der Maus hat sich mal wieder selbst übertroffen. Bisher muss man den Kritiker, der etwas Negatives über diesen brillant konzipierten Streifen zu sagen hätte, noch finden. Neben der opulenten, aktuellen Animation überzeugt das Werk der drei Regisseure Byron Howard ("Rapunzel"), Rich Moore ("Ralph reicht's") und Jared Bush ("Baymax") auch mit seiner inklusiven und zeitgemäßen Botschaft. Dabei ist er schnell und lustig genug, um auch jüngere Zuschauer bestens zu unterhalten. In der deutschen Fassung sind unter anderem die Stimmen von Josefine Preuß, Rüdiger Hoffmann und Frederick Lau zu hören. Unser Kritiker Carsten Moll hat es Spaß gemacht: "Vor allem Erwachsenen bietet der Film durch zahlreiche Filmzitate und politische Zwischentöne zusätzliches Vergnügen." Unsere Empfehlung: Reingehen!


"Das Tagebuch der Anne Frank"
Drama
Deutschland
127 Minuten
FSK 12

Deutsches Drama von Hans Steinbichler ("Die zweite Frau") nach den berühmten Tagebüchern der deutschen Jüdin Anne Frank (Lea van Acken), die sich von 1942 bis 1944 mit ihren Eltern in Amsterdam vor den Nazis versteckte. Es hat schon einige Adaptionen des Stoffes gegeben, hauptsächlich aus den USA (die bekannteste von 1959 mit Millie Perkins), aber interessanter- und vielleicht bezeichnender Weise keine deutsche. Lediglich zwei Fernsehfilme entstanden für das DDR-Fernsehen. Nun bringen Universal Pictures diesen hauptsächlich in Köln und Amsterdam entstandenden Streifen in die Kinos, der überwiegend gute Besprechungen erhalten hat, darunter auch von unserem Rezensenten Gregor Torinus: "Der klaustrophobische Film zeigt auf beeindruckende Weise, was es bedeutet, wenn eine Zwangsgemeinschaft aus acht Personen über zwei Jahre bei einer gleichzeitigen extremen äußeren Bedrohung auf engsten Raum zusammenleben muss."

"El Clan"
Kriminalfilm
Argentinien
109 Minuten
FSK 16

Argentinische Mischung aus Familiendrama und Thriller über eine bürgerlich scheinende Familie, die im Buenos Aires nach der Diktatur ihren Lebensunterhalt mit Entführung und Mord bestreitet. Regisseur Pablo Trapero ("Die verborgene Stadt") inszeniert zurückhaltend und erzählt ruhig die Geschichte einer tragischen Dynamik familiärer Zwänge. Bei den Filmfestspielen von Venedig erhielt der Filmemacher den Silbernen Löwen für die "Beste Regie". Bei den Argentinischen Filmpreisen war das Prokino-Werk für ein Dutzend Preise nominiert, von denen es fünf gewinnen konnte. Gemessen daran ist unser Kritiker Carsten Moll nur mäßig angetan: "Trotz seiner faszinierenden, auf wahren Begebenheiten beruhenden Prämisse verliert der Film schnell an Kraft und verlässt sich zu sehr auf den Kontrast von heiterer Popmusik und finsteren Bildern."

"13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi"
Thriller
USA
145 Minuten
FSK 16

Der US-Kriegsfilm basiert auf Ereignissen während des Sturzes des Gaddafi-Regimes in Libyen und schildert den Kampf einer Gruppe amerikanischer Elitesoldaten, die den Sitz der CIA in Bengazi gegen Milizen verteidigen. Mit klarer Unterscheidung von Gut und Böse zeigt Michael Bay ("Transformers") das Geschehen aus Sicht der Amerikaner. Für seine Verhältnisse ist ihm ein vergleichsweise reifes und zurückhaltendes Werk gelungen, der den Geschehnissen mit seiner Videospiel-Dramaturgie aber nur beschränkt gerecht wird. Die Paramount-Produktion erhielt gemischte Kritiken und lief in den USA mäßig erfolgreich. Unsere Kritikerin Bianka Piringer gewinnt dem Streifen einiges ab: "Die virtuose Inszenierung wird um kritische Töne ergänzt, wenn der Film hinterfragt, wie diese fatale Lage entstand und warum die Belagerten nicht früher militärische Hilfe bekamen."


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