Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder

Deutsche Filmstarts: "Logan" beendet Wolverine-Saga

Martin Scorsese schweigt superb

Wieder eine gute Kinowoche für die deutschen Kinozuschauer mit gleich drei Empfehlungen. Mit "Logan" findet die Wolverine-Saga ein überraschend überzeugendes Ende, Martin Scorsese brilliert nach drei Jahren Pause mit seinem sperrigen, aber faszinierenden "Silence" und Marion Cotillard beeindruckt in dem Liebesdrama "Die Frau im Mond".

"Logan - The Wolverine"

Fantasy
USA
137 Minuten
FSK 16

US-Fantasy-Film nach den Comics um den Mutanten Wolverine (Hugh Jackman): Obwohl sich der müde Superheld nach Ruhe sehnt, muss er ein letztes Mal seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, als es gilt, ein Mutantenmädchen (Dafne Keen) gegen eine mächtige Organisation zu verteidigen. Nach den mittelmäßigen "X-Men Origins: Wolverine" von 2009 und "Wolverine: Weg des Kriegers" von 2013 ist der Bedarf an einem dritten Wolverine-Solo wirklich nicht sehr ausgeprägt. Aber siehe da und holla: Ausgerechnet der dritte Part, oft der schwächste einer Trilogie, ist hier mit Abstand am besten geraten. Regisseur James Mangold, der noch bei "Wolverine: Weg des Kriegers" kein glückliches Händchen bewiesen hatte, ist hier in Top-Form und liefert einen brutalen, aber auch überraschend nachdenklichen Superheldenfilm, der sich Genre-Konventionen widersetzt. Auch Hugh Jackman zeigt sich überhaupt nicht ausgelaugt nach inzwischen 17 Wolverine-Jahren, sondern trumpft mit einer ungeschminkten und nuancierten Darstellung auf. Kritiken und erste Zuschauerreaktion zu der 20th Century Fox-Produktion sind hervorragend, und auch unser Kritiker Falk Straub lobt das Werk: "Ein würdiger Abschluss der Wolverine-Trilogie, der erstaunlich düster, ernst und fatalistisch ausfällt."

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Silence"
Drama
USA
161 Minuten
FSK 12

US-Historiendrama über den Versuch der christlichen Missionierung Japans im 17. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen zwei junge Priester (Adam Driver und Andrew Garfield), die aufgrund ihres Glaubens grausamer Verfolgung ausgesetzt sind. Drei Jahre nach "The Wolf of Wall Street" legt Regisseur Martin Scorsese ein Werk vor, das von dem schrill-ironischen Tonfall des Vorgängers nicht weiter entfernt sein könnte. Die Concorde-Produktion ist ein langsamer, gedankenvoller, emotional bewegender Blick auf Spiritualität, Pflichterfüllung, Mitgefühl und das Festhalten am Glauben. Kein einfacher Film, aber einer von Scorsese's besten, der gute Kritiken erhalten hat und auch viele Fürsprecher bei den Zuschauern.

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Der junge Karl Marx"
Drama
Deutschland
118 Minuten
FSK 6

Deutsches historisches Drama über die jungen Jahre des Philosophen und Revolutionärs Karl Marx (August Diehl), seine Freundschaft mit Friedrich Engels (Stefan Konarske) und ihre gemeinsame Arbeit am Kommunistischen Manifest. Der Haitianer Raoul Peck ("I Am Not Your Negro") hat sich in die deutsche Geschichte gewagt - eine die nicht vergehen mag und vielleicht auch nicht sollte. So klingen die im Film thematisierten sozio-ökonomischen Probleme nur allzu vertraut. Die Neue Visionen-Produktion überzeugt mehr in den intensiven Dialogszenen als in den etwas hölzern wirkenden und betulichen Überbau-Sequenzen, ist aber insgesamt unterhaltsam und modern geraten und möglicherweise der richtige Türöffner für an Marx' Theorien Interessierte.

"Die Frau im Mond"

Drama
Frankreich
120 Minuten
FSK 6

Französisches Drama um eine leidenschaftliche, sexuell freizügige junge Frau (Marion Cotillard) in Frankreich Anfang der vierziger Jahre, die von den Eltern in eine lieblose Ehe gezwungen wird und sich viele Jahre lang in ihren Traum von der wahren Liebe zurückzieht. Acht Nominierungen für den Französischen Filmpreis hat die Adaption des italienischen Romans "Mal di Pietre" (Vom Land des Mondes) von Milena Agus aus dem Jahr 2006 erhalten, darunter als "Bester Film". Die Studiocanal-Produktion von Regisseurin und Drehbuchautorin Nicola Garcia ("Place Vendome") bekam gute Kritiken und ist auch bei den Zuschauern beliebt, allerdings kein Publikumserfolg geworden. Unsere Rezensentin Bianka Piringer lobt: "Marion Cotillard's Schauspiel entfaltet in diesem bezaubernden Liebesdrama eine beglückende Kraft. Ihr Charakter einer Frau, die zu leidenschaftlich für ihre Zeit zu sein scheint, gibt der sowohl romantisch, als auch nüchtern erzählten Geschichte eine geheimnisvolle Spannung."

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts



Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.