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Silver Linings Playbook mit Jennifer Lawrence und...ooper
Silver Linings Playbook mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper
© Senator Film

TV-Tipp für Mittwoch (4.10.): Jennifer Lawrence irritiert Bradley Cooper

Pro7 zeigt "Silver Linings"

"Silver Linings", Pro7, 22:20 Uhr
Der ehemalige Lehrer Pat Solitano (Bradley Cooper) leidet unter einer bi-polaren Störung und musste nach der traumatischen Trennung von seiner Frau in eine psychiatrische Anstalt. Daraus entlassen, zieht er wieder bei seinen Eltern (Jacki Weaver und Robert de Niro) ein und versucht, sich mit seiner Ex-Frau zu versöhnen. Die Dinge verkomplizieren sich, als er Tiffany (Jennifer Lawrence) trifft, eine geheimnisvolle Frau, die selbst so ihre Probleme hat.

Es ist schon kein schlechtes Zeichen, wenn es ein Film 2013 bei den Academy Awards schafft, erstmals seit 1981 in allen vier Schauspielerkategorien für einen "Oscar" nominiert zu werden und erstmals seit 2005 in den "Big Five": "Bester Film", "Beste Regie", "Bestes Drehbuch", "Beste Hauptdarstellerin" und "Bester Hauptdarsteller". Letztlich konnte nur Jennifer Lawrence den "Goldjungen" entgegennehmen, aber es spricht schon für das künstlerische Kaliber von Regisseur und Drehbuchautor David O Russell, sein Team - auch für den "Besten Schnitt" erhielt die Komödie eine Nominierung - zu solchen Höchstleistungen gebracht zu haben.

Ursprünglich wollte Russell für die Rolle von Tiffany Anne Hathaway, was durch deren Engagement bei "The Dark Knight Rises" allerdings nicht möglich war. Gegenüber Lawrence hatte der Filmemacher wegen der 17 Jahre Altersunterschied zu Cooper Vorbehalte, aber die damals 21-Jährige konnte beim Vorsprechen derart überzeugen, dass der Filmemacher seine Meinung änderte.

Den Tonfall des Streifens zwischen Komödie und Drama mit dem sensiblen Thema psychischer Erkrankungen richtig zu treffen, war die Crux - und Russell gelingt es meisterhaft. Er drehte die Preistanzszene in einer heiteren und einer düsteren Version und auch die Szenen mit De Niro in zwei verschiedenen Stilen: In einer Fassung ist der Charakter freundlicher, in einer barscher gehalten. Mit Cutter Jay Cassidy machte sich David dann daran, die Stücke so zusammen zu setzen, dass die Balance gehalten wurde. Seine einfühlsame Inszenierung und die auf den Punkt gebrachten Darstellungen der Akteure lassen dabei genau die richtige Mischung aus Warmherzigkeit und irritierender Anspannung entstehen, die dem Thema gerecht wird. Rund 90 Preise erhielt die Weinstein Company-Produktion und grandiose Kritiken. Weltweit spielte der 21 Millionen Dollar teure "Silver Linings Playbook"- so der Originaltitel - 2012 das Zehnfache seines Produktionsbudgets ein.

"In einer Zeit, in der Komödien über das mögliche Zusammenkommen zweier verschiedener Charaktere von überzuckerten Kunstgriffen und unglaubwürdigen Handlungselementen dominiert werden, haben wir hier endlich mal einen Film mit echten Situationen, echten Menschen und den natürlichen Erfahrungen, die sich daraus entwickeln", lobte Kritiker David Keyes für cinemaphile.org.



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