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Coco Filmplakat
Coco Filmplakat
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Deutsche Kinostarts: Der lustige "Coco"-Totentanz aus dem Haus mit Maus

"Flatliners" mausetot

Mit "Coco", "120 BPM" und "Flatliners" starten in dieser Woche drei ganz unterschiedliche Filme über den zarten Firnis zwischen Leben und Tod in den hiesigen Kinos - zwei absolut sehenswert, einer zum Abgewöhnen. Was lohnt also den Kauf einer Kinokarte? Und wo lässt man das Portemonnaie besser stecken?

"Coco - Lebendiger als das Leben"

Animation
USA
105 Minuten
FSK 0

US-Animationsfilm über einen mexikanischen Jungen, der gegen den Willen seiner Eltern Musiker werden will. Durch ein Missgeschick gerät er ins Totenreich und erlebt dort turbulente Abenteuer, die ihn seinem Traum schließlich näher bringen. Nein, in dieser Walt Disney-Produktion gibt es keine Prinzessin, dennoch sollten nicht nur alle Jungen, sondern auch alle Mädchen und alle Erziehungsberechtigten diesen fabelhaften Streifen sehen, der zu Pixars besten gehört - und das will was heißen! Lee Unkirch ("Findet Nemo") und Debutant Adrian Molina haben ein visuell wieder einmal atemberaubendes Werk geschaffen, bei dem die gedankenvolle Geschichte mithalten kann und eine familienfreundliche Annährung an Fragen der Kultur, der Familie, das Leben und den Tod bietet.

Die Kritiker sind genauso einhellig begeistert wie die Zuschauer - und unsere Kritikerin Bianka Piringer. Sie vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Sie schreibt: "Ein bezauberndes Kinovergnügen! Die fröhlich-kindgerechte Geschichte offenbart viel Sinn für mexikanische Lebensart und eine Kultur, in der Familienzusammenhalt und der Glaube an das Weiterleben in der Erinnerung der Nachkommen hochgehalten werden. Seinen originellen Charme erhält der so spannende wie tiefgründige Film auch aufgrund seiner von Phantasie und Farbenpracht bestimmten visuellen Gestaltung."

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Madame"
Komödie
Frankreich
91 Minuten
FSK 0

Französische Komödie über eine Pariser High-Society-Dame (Toni Collette), die ihr Hausmädchen (Rossy de Palma) als Adelige ausgibt und sie zu einer Dinnerparty einlädt. Als ein britischer Aristokrat (Michael Smiley) Gefallen an ihr findet, kommt es zu allerlei Verwicklungen. Die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Amanda Sthers hat eine internationale Besetzung vor ihren Kameras versammelt, und wenn auch hier und da ein Schmunzler erzeugt wird, so verfehlt die Studiocanal-Produktion das angestrebte Niveau einer Gesellschaftssatire doch bei weitem. Die Kritiken sind schlecht, die Zuschauerreaktionen gemischt. Unser Rezensent Björn Schneider rät zum Kauf einer Kinokarte: "Mit geschliffenen Dialogen und überzeugend agierenden Darstellern ausgestatteter Mix aus Tragikomödie, Gesellschaftssatire und modernem Aschenputtel-Märchen."

"Flatliners"
Horror
USA
110 Minuten
FSK 12

US-Horrorfilm über eine Medizinstudentin (Ellen Page), die gemeinsam mit Kommilitonen (Diego Luna, James Norton, Kiersey Clemons und Nina Dobrev) riskante Selbstversuche zu Nahtoderfahrungen unternimmt. Wahnvorstellungen und weitere dramatische Ereignisse sind die Folgen. Irgendjemand bei Columbia Pictures war der Meinung, es sei eine gute Idee, "Flatliners" aus dem Jahr 1990 neu zu verfilmen. Nun, sie war es nicht. Einer der am heftigsten von der Presse verrissenen und von den Zuschauern geschmähten Filme des Jahres ist herausgekommen, lahm als Horror und ohne irgendeine Verbesserung gegenüber dem auch nicht gerade großartigen Original durch den dänischen Regisseur Niels Arden Oplev ("Dead Man Down"). Unser Kollege Björn Schneider sieht es genauso: "Die eindimensionalen Figuren sowie die fehlenden neuen Ansätze oder frischen Ideen machen aus diesem Remake eine Enttäuschung. Hinzu kommen altbekannte, abgenutzte Horrorfilm-Elemente, die jegliche mögliche Spannung im Keim ersticken."

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

"120 BPM"
Drama
Frankreich
143 Minuten
FSK 16

Französisches Drama über eine Gruppe von Anti-AIDS-Aktivisten, die im Paris Anfang der neunziger Jahre die noch weitgehend ignorante Gesellschaft aufrütteln wollen. Regisseur und Drehbuchautor Robin Campillo ist ein bewegener Film gelungen, ein packender Blick auf einen Schlüsselmoment in der Geschichte, der noch lange im Gedächtnis bleibt. Die vom Berliner Verleiher Salzgeber & Co. Medien in die Kinos gebrachte Produktion hat bei den Filmfestspielen in Cannes den Großen Preis der Jury, also sozusagen die Silbermedaille, gewonnen. Die Kritiker sind ebenso einhellig begeistert wie die Zuschauer und unser Kritiker Falk Straub: "Dank der großartigen Schauspieler, einer unaufgeregten Dramaturgie und einer beiläufigen Inszenierung schafft der Film ein würdiges filmisches Andenken an all die Opfer, die AIDS gefordert hat."

Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Girls Trip"

Komödie
USA
122 Minuten
FSK 16

US-Komödie über vier Freundinnen (Regina Hall, Queen Latifah, Jada Pinkett Smith und Tiffany Haddish) aus Studienzeiten, die sich nach Jahren wiedertreffen, um ihre gemeinsame College-Zeit aufleben zu lassen. Es folgen wilde Partynächte auf dem Essence-Musikfestival in New Orleans. Was der lahme "Girls' Night Out" mit Scarlett Johansson gerne gewesen wäre, ist diese Universal Pictures-Produktion geworden: eine der wenigen Komödien für Erwachsene, die ihre Geschmacksgrenzen wirklich mit komischer Wirkung verschiebt. Die Lacher werden durch interessante Charaktere geerdet, die durch eine brillant zusammen gestellte Besetzung zum Leben erweckt werden. Die Kritiker sind von dem Streifen von Malcolm D. Lee ("The Best Man Holiday") begeistert, die Publikumsreaktionen sind gemischter. Und unsere Rezensentin Bianka Piringer gehört zu den Skeptikern: "Die Schauspielerinnen verschenken ihr Potential weitgehend an vulgären, stark sexualisierten Dialogwitz und kommen ihren Charakteren auch nicht wirklich nahe. Die feministisch-befreiende Wirkung, welche die Gruppendynamik auf die einzelnen Frauen ausübt, mutet unter diesen Umständen wie eine reine Behauptung an."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts



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